SCHULTERBLICK FORSCHUNG – Internationale Konferenz zu prähistorischen Fußspuren

Vom 11. bis 14. Mai 2017 findet in Köln und Mettmann die weltweit erste internationale Konferenz statt, in der prähistorische Fußspuren im Mittelpunkt stehen. Diskutiert werden sollen neue Ansätze zur Analyse dieser spektakulären Funde. Eingeladen sind Archäologen, Paläoanthropologen und Kuratoren aus aller Welt, die mit prähistorischen Fußspuren auf die eine oder andere Weise zu tun haben. Dieser Kreis von traditionellen Forschern wird durch indigene Fährtenleser aus Namibia, Australien und Malaysia erweitert. Indigene Fährtenleser besitzen Fähigkeiten des Lesens von Spuren, die in der modernen Welt verloren gegangen sind. Zusammen mit weiteren, nicht indigenen Fährtenlesern soll es zu einem Austausch von Methoden beim Lesen von Fußspuren kommen.

Die Konferenz besteht aus drei Einheiten: Tag eins ist den Methoden der indigenen Fährtenleser gewidmet. Hierzu wird das freiläufige Gelände der Forschungsstelle Afrika an der Universität zu Köln genutzt. An den beiden folgenden Tagen werden die geladenen Forscher ihre Projekte und ihre Analysemethoden im Neanderthal Museum vorstellen. Am letzten Tag wird dann in einem kleineren Kreis mit den indigenen Fährtenlesern darüber diskutiert, welche medialen Objekte entwickelt werden sollen, mit denen sie ihren Gemeinschaften über die Konferenz berichten können. Neben dieser Berichterstattung soll ein Buch zu den Inhalten und Ergebnissen der Konferenz Ende 2018 erscheinen.

Die Konferenz steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Gründungsintendant des Humboldt Forums) und findet in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission statt.

Möglich wird die Konferenz vor allem durch die großzügige Unterstützung der VolkswagenStiftung und GoAide-Stiftung.

Weitere Informationen zum Inhalt und Hintergrund der Konferenz ist unter www.tracking-in-caves.org zu finden.

Mit besten Grüßen, Andreas Pastoors & Tilman Lenssen-Erz