Mit Mr.N, dem Neanderthaler, seit einem dreiviertel Jahr im Web2.0 – ein kurzes Resumée

“Wie die Zeit vergeht…” Diese Floskel taucht immer wieder und in allen Generationen auf. Und sie findet auch hier in diesem Blogbeitrag einen guten Platz zu Beginn. Denn mittlerweile sind über 8 Monate vergangen. 8 Monate des Neanderthal Museums im Social Web. Passend zum “follow a museum”-Tag fiel der Startschuss der Web2.0-Aktivitäten rund um den Neanderthaler im Februar. Mit Twitter, Facebook und Blog (zusätzlich der RSS-Feed) wurde gestartet. Kurz darauf wurden weitere Filme bei Youtube hochgeladen und für verschiedene Zwecke wurde der Flickr-Account aktiviert. Nach einem dreiviertel Jahr wird es nun Zeit für ein kleines Fazit. Wie sehen die Zahlen aus? Wie kommt das Neanderthal Museum im Mitmachweb an? Wie ist die Resonanz und Interaktionsrate? Und gibt es bereits eine Verbindung von Online-Usern und Besuchern vor Ort?

Ilikenm

Zunächst ein ganz nüchterner Blick auf die Zahlen: Die sprechen für sich und für die Entscheidung, als Museum ins Web2.0 zu gehen. Denn das Museum wird wahrgenommen, der Service des Teilhabens am Museum via Twitter, Facebook und Co. findet bereits eine große Anhängerschaft:

  • bei Twitter zählt Neandertal1 insgesamt 1402 Follower und ist 117 mal gelistet, knapp 800 Beiträge wurden mittlerweile veröffentlicht.
  • bei nahezu jedem Followfriday (Empfehlungstag) wird Neandertal1 von anderen Twitterern erwähnt.
  • im Twitter-Ranking (Museen Deutschland) bewegt sich Neandertal1 je nach Bemessung zwischen Platz 8 und 10.
  • bei der Fanseite auf Facebook haben insgesamt 897 dauerhaft auf “gefällt mir” gedrückt und sind “Fan” geworden.
  • mit knapp 800 “Fans” steht das Neanderthal Museum kurz vor der Top 20 der deutschen Museen auf Facebook. 555 “Fans” stammen aus Deutschland, der beliebteste “Reiter” ist die Pinnwand, gefolgt von Veranstaltungen und Fotos.
  • innerhalb einer Woche gibt es zwischen 1000 und 1400 Zugriffe auf die Facebook-Seite.
  • nahezu jeder Beitrag auf der Fanseite wird mit “gefällt mir” angeklickt oder kommentiert.
  • “Fans” schreiben auch initiativ selbst auf die Pinnwand des Museums bei Facebook um zu interagieren.
  • beim Blog schreiben mittlerweile bis zu 10 Museumsmitarbeiter/innen und Wissenschaftler/innen mit.
  • die Zugriffszahlen der Blogbeiträge variieren von 3000 – 5500 Zugriffe (Zahl der Zugriffe auf jeweils einen Beitrag pendelt sich nach ca. 4 Wochen ein).
  • die Zugriffe auf Youtube-Videos: Museumstrailer Deutsch (seit 26.03.09): 22113, Museumstrailer Englisch (seit 08.07.10): 350 und Museumsfest (seit 25.06.10): 1221.

Wenn man rein auf die Zahlen achtet, lässt sich schnell sagen, dass das Neanderthal Museum innerhalb von kurzer Zeit im Social Web sehr präsent geworden ist. Doch geht es ja auf dem Feld in erster Linie nicht nur um die Zahlen, sondern um die stattfindene Kommunikation mit Besucher/innen und deren Interaktion und Partizipation. Und es geht um das Wecken von Interesse, Streuen von Informationen, die Etablierung der Marke “Neanderthaler” und das Bekanntmachen im Web.

Screenshot_neanderthal_museums_twitter

Auch das alles ist durch die Web2.0-Aktivitäten gut gelungen. Über die genannten Kanäle gibt es konstant und täglich ein Feedback, dass für die Museumsarbeit hilfreich ist. Wenn man so möchte, handelt es sich um ein virtuelles Gästebuch, auf das das Museum auch direkt reagieren kann. Hinzu kommt der “Werbeaspekt” und die Plattform für die Kommunikation zu den Inhalten. Auf dem Blog bekommen Interessierte einen guten Einblick in die wissenschaftliche Arbeit, was auf großes Interesse stößt. Dies belegen die Zugriffszahlen und die Kommentare im Web2.0 zum Blog.

Mit Beiträgen im Social Web zu den Ausstellungen, Veranstaltungen und anderen Angeboten steigt das Interesse am Museum, was schlussendlich auch die “echten” Besucherzahlen im Neandertal zu Gute kommt. Schnittstellen sind bisher auch keine Seltenheit. 2 Beispiele: Wird eine Gruppe fotografiert und darauf hinbgewiesen, dass das Bild auf Facebook später zu sehen ist, steigen die Zahlen der Facebook-“Fangemeinde” kurz danach. Oder Facebook-User schicken Bilder vom Museumsfest auf die Pinnwand und geben somit kund: Ich war vor Ort. Wir hoffen, dass sich solche Online-Offline-Synergien langfristig etablieren und die Zahl derer, die uns im Internet folgen, auch den Weg ins Neandertal in Mettmann finden. Wir glauben: Wir sind auf einem guten Weg dorthin und freuen uns auf alles, was auf uns zukommt.

Aus der Mediathek des Neanderthal Museums mit Grüßen,

Sebastian Hartmann

 

 

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