Mammutwinter im Neandertal

Warum fühlen sich die Mammuts unserer Mammut-Ausstellung derzeit so wohl im Neandertal?

Ihnen macht die Winterkälte nichts aus. Die wollhaarigen Mammuts (Mammuthus primigenius) waren perfekt an die eiszeitliche Kälte angepasst.

Woran das lag, publizierten Kevin Campbell et al. im Mai in Nature Genetics:

Bei den meisten Wirbeltieren nimmt die Bindung zwischen Hämoglobin und Sauerstoff bei Kälte stark zu: Dies erschwert die Sauerstoffabgabe an die Zellen speziell in den kälteempfindlichen Extremitäten. Durch eine biochemische Anpassung war diese Bindung bei Wollhaarmammuts schwächer, dadurch konnte das Gewebe auch bei Kälte optimal mit Sauerstoff versorgt werden.

Zusammen mit anderen Anpassungen wie wärmeisolierendem Fell und kleinen Ohren kamen die Mammuts wunderbar mit den eisigen Temperaturen der Mammutsteppe zurecht.

Eine Anpassung, die sich manche wünscht, die zur Zeit mit kalten Füßen an Haltestellen wartet…

Winterliche Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann 

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