Primaten wie wir in Frankfurt

Am Mittwochabend waren Frau Schneider, Leiterin der Museumspädagogik, und ich im Frankfurter Zoo zur Eröffnung der dortigen Sonderausstellung „Primaten wie wir“. Dr. Annette Scheersoi und Prof. Dr. Paul Dierkes vom „BioLab“ der Goethe-Universität Frankfurt haben diese gelungene Ausstellung konzipiert. Sie zeigt auf spielerische Weise die Ernährung, Verbreitung und Systematik heute lebender Primaten und geht einer Frage nach, die uns alle sicherlich beschäftigt: wie ähnlich sind uns eigentlich andere Primaten? Da die Ausstellung in den Zoo integriert ist, waren wir beim Ausstellungsbesuch nur durch eine Glasscheibe von den dort lebenden Orang-Utans getrennt. Wieder einmal stellte sich die Frage: Wer beobachtet hier eigentlich wen?

Zur Ausstellung in Frankfurt: https://www.soz.uni-frankfurt.de/fb/fb15/institute/didaktik-biowiss/Schuelerl…

Für uns war der Besuch in doppelter Hinsicht interessant. Erstens ist es für uns immer anregend zu sehen, welche tollen Ideen unsere Kollegen bei der Ausstellungsgestaltung haben. Zweitens stecken wir zurzeit mitten in der Vorbereitung einer großen Ausstellung zum Thema Menschenaffen, die ab Frühjahr 2012 im Neanderthal Museum zu sehen sein wird. Da sind wir natürlich besonders daran interessiert, so viel wie möglich über unsere nahen Verwandten zu erfahren.

Ein zentrales Anliegen der Ausstellung in Frankfurt ist es, auf die akute Bedrohung heute lebender Primaten hinzuweisen. Dazu trug auch der Vortag des Schweizer Primatologen PD Dr. Thomas Geissmann bei, der über die bedrohtesten Menschenaffen der Welt berichtete: die leider häufig übersehenen Gibbons ( http://www.gibbonconservation.org/ ). Zum Abschluss seines Vortrags zeigte uns Dr. Geissmann ganz anschaulich, was die Gibbons so besonders macht: meisterhaft ahmte er vor dem begeisterten Publikum deren morgendliche Gesänge nach.

Beste Grüße aus dem Neandertal

Kerstin Pannhorst

 

 

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