Zu Besuch bei Moschu und Maddock

Wieher, Wieher – klang es aus dem Wald, als wir uns gestern Morgen zum Wildgehege in unserem schönen Neandertal begaben. Grund dafür waren die zwei Fohlen der kleinen Tarpan Gruppe von Frau Meiser.

Im Moment steht die Gruppe bestehend aus einem Hengst und drei Stuten mit den zwei Fohlen auf ihrer Sommerweide im Süden des Naturschutzgebietes. Im April hat Stute Mückchen Sohn Moshu zur Welt gebracht, im Mai folgte Maddock von Stute Mississipi.

Die ausgewachsenen Tarpane – zurückgezüchtete Nachfahren des eurasischen Wildpferdes – kann der aufmerksame Beobachter anhand des mausgrauen Fells, dem schwarzen Aalstrich auf dem Rücken und der zweifarbigen Zebramähne von anderen Ponys und Pferden unterscheiden. Die zwei Hengstfohlen haben allerdings noch ein helles und flauschiges Fell, das jedoch schon den typischen Aalstrich der Alttiere hat.

Bis die Fohlen ausgewachsen sind, werden sie hier im Neandertal, wo sie – ähnlich wie Auerochse und Wisent – ganzjährig draußen leben, bleiben. Dann jedoch werden bzw. müssen sie ihre Gruppe wechseln. Der dreijährige und ziemlich wilde Junghengst Kasimir, der erst im Februar aus der Eifel in die Gruppe im Neandertal gekommen ist, hat das Sagen und würde die Konkurrenz von Moshu und Maddock nur schlecht oder gar nicht akzeptieren, zumal das auch zu Inzucht innerhalb der Tarpan Gruppe führen würde.

Wer sich nach Lesen dieses Abschnitts nun fragt, warum denn alle Tiere mit dem Buchstaben „M“ anfangen, dem sei nun geholfen:
Da das Naturschutzgebiet Neandertal, indem die Tarpane leben, zum Kreis Mettmann gehört und dieser offiziell Betreiber des Wildgeheges ist, müssen die Namen der Tiere für das Zuchtbuch mit M anfangen. Passend also zum M von Mettmann. Die Namen selbst jedoch suchen die Paten der Tiere aus, die für ihre Patenschaft jährlich eine kleine Gebühr bezahlen.

So, genug von den Tarpanen geschwärmt!
Besucht sie selbst und verbindet euren Besuch hier im Neandertal direkt mit dem Museumsbesuch.

Sommerliche Grüße aus der Mediathek

Saskia Adolphy

 

 

 

 

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