Britain. One Million Years of the Human Story

Am 11. Februar hatte ich die große Ehre, der Eröffnung der neuen Ausstellung im Natural History Museum in London beizuwohnen: Britain. One Million Years of the Human Story. (http://www.nhm.ac.uk/visit-us/whats-on/temporary-exhibitions/britain-million-years/index.html). Die Eröffnung war ein perfekt inszeniertes Event. Der Ausstellungstitel wurde auf die Fassade des ehrwürdigen Gebäudes projiziert, die große Eingangshalle in rot-grünes Licht getaucht. Statt langweiliger Reden gab es ein Podiumsgespräch mit beteiligten Wissenschaftlern, moderiert von  einer BBC-Moderatorin. Die Ausstellung selbst ist sehr gut gemacht. Einzigartige Exponate sind zu sehen, erstmals ist alles versammelt, was es an Funden und Befunden zur eiszeitlichen Besiedlung Englands gibt. Dazu diverse Medien und überaus knackige Texte. Ein Highlight war das Wiedersehen mit Alfons und Adrie Kennis, die einen Neanderthaler und einen modernen Menschen für die Ausstellung geschaffen haben. Seit  unserer Ausstellung “Ahngesichter” 2001, mit Abgüssen von Hominidenschädeln, Kopfrekonstruktionen und Illustrationen der Kennisse, arbeiten wir immer wieder mit ihnen zusammen. Damals haben sie noch keine Ganzkörperrekonstruktionen erstellt, nur Köpfe als Modelle für Zeichnungen. Zum Glück bereichern sie aber seit einigen Jahren mit ihren entspannten, stolzen Individuen die Museumsszene. Bei uns stehen die Herren N und Mr. 4%. Ebenfalls getroffen habe ich Nick Powe von Kent’s Cavern http://www.kents-cavern.co.uk/ , mit dem wir durch das Netzwerk www.ice-age-europe.eu freundschaftlich verbunden sind.

Wer in den nächsten Monaten nach London kommt, dem sei ein Besuch der Ausstellung dringend empfohlen!

Beste Grüße aus dem Neandertal

Bärbel Auffermann

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