Die Reste der Giganten….

Inzwischen kann man sie bei Ebay und anderen Anbietern sogar Privat erwerben. Und das für kleines Geld. Ob in den Taiga Landschaften Sibiriens, in den Kiesgruben des Rheinlandes oder bei Bauarbeiten mitten in Düsseldorf. Es scheint als wären sie überall:  Mammutzähne.

Und dass, obwohl ihre Träger schon seit geraumer Zeit nicht mehr unter uns verweilen.

Der Hülle aus hartem Zahnschmelz und der darunterliegenden Schicht aus Dentin (http://de.wikipedia.org/wiki/Dentin) sei dank.

Zu Lamellen aneinandergereiht und mit Zahnzement zusammen gekittet, waren die Backenzähne der Mammuts widerstandsfähiger als die meisten Knochen.

Als Pflanzenfresser Zähne mussten sie das auch, denn faserarme Steppengräser bzw. kleine Bäume mussten gut zerkleinert werden, bevor sie als Brei hinuntergeschluckt und verdaut werden konnten.

Eine Besonderheit bei den Mammutbackenzähnen war dabei der horizontale Zahnwechsel: die neuen Zähne drückten die alten nach vorne, sodass sie abgenutzt wurden und dann ausfielen.Während eines Mammutlebens  gab es insgesamt sechs Backenzähne pro Kieferhälfte, wovon nur zwei immer gleichzeitig genutzt wurden. War der letzte Zahn ausgefallen, musste das Tier verhungern.

Anders als die Backenzähne waren die Stoßzähne der Mammuts, die sich aus den oberen Schneidezähnen entwickelt haben, fest im Schädel verankert und reichten fast bis zu der Nasenwurzel hinauf. Auch aus Dentin bestehend und mit einer dünnen Schicht Zahnzement überzogen, wuchsen sie, anders als die Backenzähne, durch Übereinanderlagerung von kegelförmigen Schichten (innerste Schicht bildet sich zuletzt). Pro Jahr sind sie ca. 2,5 cm bis 15 cm gewachsen und konnten bei ausgewachsenen Tieren eine Länge von 2,7m und ein Gewicht von 50 bis 90 kg erreichen.

Vorweihnachtliche Grüße aus der Mediathek

wünscht Saskia Hucklenbruch

 

 

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