SCHULTERBLICK FORSCHUNG – Aufarbeitung der Steinwerkzeuge aus Los Casares im Archäologischen Nationalmuseum in Spanien

Dr. Manuel Alcaraz-Castaño, zurzeit Wissenschaftler am Neanderthal Museum und am Projekt „Testing population hiatuses in the Late Pleistocene of Central Iberia: a geoarchaeological approach” (Blogeintrag 27. Januar 2015), besuchte vor kurzem das Archäologische Nationalmuseum in Spanien (Museo Arqueológico Nacional de España), um einige Steinwerkzeuge aus dem Paläolithikum zu bearbeiten.

Das Archäologische Nationalmuseum wurde 1867 erbaut, durch einen königlichen Erlass von Isabel II, und ist seit 1895 begannen die spanischen Monarchen, archäologische, numismatische, ethnografische und Kunst Sammlungen in dem neoklassizistischen Gebäude, das zwischen 1866 und 1892 von dem Architekten Francisco Jareño entworfen und erbaut wurde, auszustellen. 1968 wurde das Gebäude renoviert und erweitert und zwischen Januar 2008 und April 2014 komplett renoviert. Zurzeit zeigt es vorgeschichtliche, ägyptische, keltische, iberische, griechische, römische und mittelalterliche (westgotisch, muslimisch, christlich) Objekte der Iberischen Halbinsel.

Die Steinartefakte, die Dr. Alcaraz-Castaño bearbeitete, kommen von der Höhle Los Casares (Guadalajara, Spanien), einem Mittelpaläolithischen Fundplatz (Blogeintrag von 06. Oktober 2014), der zurzeit von einigen Wissenschaftlern des Neanderthal Museums und anderen spanischen und deutschen Archäologen analysiert wird. Die hier studierte Artefaktsammlung hat Dr. Ignacio Barandiarán nach seinen Grabungen in den 1960er Jahren im Archäologischen Nationalmuseum gelagert. Verantwortlich für diese Steinartefakte und andere prähistorischen Sammlungen ist Dr. Carmen Cacho und ihr Team.

Dr. Alcaraz-Castaño analysierte, fotografierte und analysierte die Steinartefakte von Los Casares und zusammen mit den kürzlich in der Höhle auf Grabungen erworbenen Ergebnissen wird er diese Analyse nutzen, um die Beziehung zwischen Neanderthalern und ihrer Umwelt in Los Casares und Umgebung erforschen.

Viele Grüße

Dr. Alcaraz-Castaño

(Übersetzt von Viviane Bolin)

 

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