Archiv des Autors: Neanderthal Museum

…und ACTION !!!

Seit dem 5. Februar haben Kinder bei uns im Neanderthal Museum die Möglichkeit auf eine etwas andere Art und Weise „Museumsinhalt“ zu erleben. Ähnlich wie bei den Workshops unserer Steinzeitwerkstatt bietet das SteinzeitActionPack Mitmachsteinzeit vom Feinsten. An insgesamt fünf Stationen gibt es mit dem aus Nüssen, Muschel, Lupe, Lederband und Spielkärtchen bestehenden Pack viel zu entdecken.

Neben dem Versuch sich als Archäologe an einem Skelett zu üben oder sich als Steinzeit – Nussknacker mit dem Knacken von Nüssen zu beschäftigen, können Kinder auch steinzeitliche Kunst unter die Lupe nehmen und dabei viele Entdeckungen machen. Beliebt ist aber auch die Station zum Steinzeitschmuck basteln, bei der man eine Muschel mit einem Loch versehen muss, um sich seine individuelle Steinzeitkette gestalten zu können.

Nachdem alle Stationen abgearbeitet sind, besteht für die kleinen Forscher die Möglichkeit, sich im Museumsshop mit einem Stempel in den SteinzeitForscherPass den Erfolg bestätigen zu lassen!

Viele steinzeitliche Grüße aus der Mediathek

Saskia Adolphy

Nächtliches Geheul im Museum – KinderWölfeNacht

 Freitag, 25. Januar 2013: Um Punkt 18.00 Uhr tummelt es sich im Foyer des Neanderthal Museums. Normalerweise schließen um diese Zeit die Museumstüren, doch an bestimmten Abenden im Jahr bleiben die Türen offen und Familien können durch Führungen und Aktionen die aktuelle Sonderausstellung erleben – so auch bei der KinderWölfeNacht.

Neben einer Rotkäppchenführung durch die Sonderausstellung mit abschließendem Wolfgeheul, konnten die kleinen und großen Besucher in der Dauerausstellung erkunden, was es um den Wolf herum alles zu entdecken und auszuprobieren gibt. So musste an einer Station die Tagesration eines Wolfes – ganze 4 kg – erbeutet werden. Außerdem konnte jeder testen, wie gut die eigene Nase wirklich ist. Kann man Pfefferminze von Orange unterscheiden oder Gummibärchen von Cola? Dieses und vieles mehr haben die Supernasen erkannt.

Mit viel Geschick und Freude wurden Schlüsselanhänger in Form von Wölfen und Hasen  gebastelt. Und natürlich darf bei einer Museumsnacht Farbe nicht fehlen. Kindergesichter wurden zu lachenden Wolfsgesichtern und sogar vor den Händen machte die Farbe nicht halt – weiße Handschuhe wurden mit Farbe und Fantasie zu Wolfspfoten mit Krallen.

Für die Künstler unter den Wolffans gab es die Möglichkeit einen Wolfcomic zu zeichnen und das Kunstwerk anschließend mit nach Hause zu nehmen. Nach einem Abend mit so vielen begeisterten Besuchern, freuen wir uns schon auf die nächste Museumsnacht. Unsere Ausstellung „Wölfe“ ist noch bis zum 17. März zu sehen.

Grüße aus der Steinzeitwerkstatt

Nina Kliemke

 

Menschen, Tiere und auch Zeichen? Die Gravuren auf den Schieferplatten von Gönnersdorf

Einmal im Monat findet im Neanderthal Museum der NeanderTalk statt. Archäologen, die gerade ihre Doktorarbeit verfassen oder an diversen Projekten teilnehmen und Forschungen zu aktuellen Themen betreiben, haben bei uns die Möglichkeit, ihre Ergebnisse in einem kleinen Rahmen für Mitarbeiter zu präsentieren.

Am 05. Dezember 2012 war der Archäologe Wolfgang Heuschen M.A. im Haus und hat seine Dissertation vorgestellt. Schon in seiner Kindheit interessierte er sich für Geologie und Paläontologie und entschied sich später zum Magisterstudium der Ur- und Frühgeschichte, Geologie und Provinzialrömischen Archäologie in Köln. Die Magisterarbeit verfasste er bei Prof. Dr. Bosinski über die „Artefakte aus Paläozoischen Quarzit von Gönnersdorf und Andernach“.

Seit ca. zehn Jahren dokumentiert er nun die Gravuren auf den altsteinzeitlichen Schieferplatten von Gönnersdorf, die ca. 15 000 Jahre alt sind. Die Menschen der Altsteinzeit lagerten und lebten nicht nur an diesem im Neuwieder Becken gelegenen Fundplatz, sondern erschufen dort auch viele Kunstwerke. Mit Feuersteinwerkzeugen gravierten sie diverse Darstellungen auf die Oberflächen der Schieferplatten. Neben den berühmten Darstellungen von Tieren und Menschen (ausschließlich Frauen) sind auch eine große Anzahl abstrakter Motive auf den Platten überliefert worden.

Herr Heuschen hat sein besonderes Augenmerk auf die Dokumentation und Erforschung dieser „nicht naturalistischen Darstellungen“ (z.B. Dreiecke, Kreise, Spiralen, Kreuze, Sterne, Linienbündel, Gitter etc.) gelegt. Handelt es sich dabei um Notizen, welche die Menschen vielleicht zur Erinnerung an bestimmte Ereignisse auf den Schieferplatten hinterließen? Oder wollten sie damit die Erzählung von Geschichten veranschaulichen? Da die Platten häufig zerbrochen und als Arbeitsunterlage verwendet wurden, sind die Gebrauchsspuren oft schwer von den nicht naturalistischen Darstellungen zu unterscheiden.

Trotz dieser Schwierigkeiten sind die Arbeiten des Archäologen sehr wichtig für die altsteinzeitliche Forschung. Es gelang Herrn Heuschen, das Spektrum der Darstellungen zu dokumentieren und eine große Vielfalt bisher noch unerkannter Motive zu entdecken. Auch wenn uns die genaue Bedeutung der Darstellungen für die altsteinzeitlichen Menschen verschlossen bleiben wird, so sind durch detaillierte technische Analysen der einzelnen Motive und durch Kartierungen der Schieferplatten auf dem Fundplatz wichtige Informationen über die Erstellung der Zeichnungen und die Bedeutung der Platten zu erwarten.

Zurzeit arbeitet Herr Heuschen in MONREPOS – Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution in Neuwied, wo sich auch das Fundmaterial befindet, an der Vollendung seiner Dissertation. Er hofft, die Ergebnisse im Laufe des nächsten Jahres schriftlich präsentieren zu können. Wir wünschen ihm viel Erfolg dabei!

Herzliche Grüße

Viviane Bolin

 

Weihnachtspost

In den letzten Wochen haben ganz viele liebe Leute an uns gedacht und wunderschöne Weihnachtskarten gebastelt, gemalt oder gekauft und uns zugeschickt. Eine tolle Idee!

Jetzt stehen sie aufgereiht auf unserer Fensterbank und jeden Tag freuen wir uns, wenn neue Karten dazukommen. Also ganz herzlichen Dank an alle Kartenschreiber!

Das Team vom Neanderthal Museum wünscht ganz schöne Weihnachtstage und auch einen entspannten Übergang in das Jahr 2013.

Bis nächstes Jahr…

Saskia Adolphy

 

Schwierige Verwandtschaft: Die Neanderthaler und wir

Warum hat der Neanderthaler so ein schlechtes Image? Und wie eng sind wir eigentlich mit ihm verwandt? Und waren wir – die modernen Menschen – wirklich an seinem Verschwinden beteiligt? Die Antworten zu diesen Fragen gab uns Prof. Dr. Gerd Weniger am 08. November auf einem Vortrag an der Universität Köln.

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Forum Fachdidaktik Biologie“, die einmal jährlich im November stattfindet, werden international bekannte Experten eingeladen, von ihrer Forschung zu berichten. Diese Austauschplattform bietet Biologielehrern und Studenten der Biologiedidaktik die Möglichkeit, ihren Wissenshorizont zu erweitern und sich über aktuelle Forschungsthemen zu informieren. Und da das Neanderthal Museum als Partner der Fachdidaktik Biologie eng mit der Universität in der Lehrerausbildung zusammenarbeitet, lud Monika Pohlmann, Leiterin der Fachdidaktik Biologie und Organisatorin der Veranstaltung, den Direktor des Museums ein, über das Thema der Verwandtschaft zwischen Neanderthalern und modernen Menschen zu referieren.

Zu den Vortragenden gehörte ebenfalls Prof. Dr. Joachim Burger vom Institut für Anthropologie und Mitglied der AG Paläogenetik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der spannende Fakten zur Abstammung und Domestikation des Hausrindes und zur Laktasepersistenz (Milchverträglichkeit) der europäischen Population präsentierte, und Dr. Siegrid Kiedrowski von KölnPUB (Publikum und Biotechnologie), die das Ausbildungs- und Informationslabor für Biotechnologie vorstellte, in dem die breite Bevölkerung über die Forschung und Anwendung der Biowissenschaften informiert wird.

Die mit ca. 200-300 Teilnehmern gut besuchte Vortragsveranstaltung dauerte etwas über zwei Stunden und fand großen Anklang bei allen Zuhörern.

Viele Grüße aus dem Neanderthal Musem

Viviane Bolin

 

Die Vorträge auf YouTube

Vortrag Prof. Weniger

Vortrag Prof. Burger

Doggy Day

Ein spektakulärer Tag für Hunde und ihre gut erzogenen Halter an der Leine! Endlich können Hunde ihren Urahn, den Wolf, beschnuppern. Am 23. November fand der erste lang erwartete Doggy Day im Neanderthal Museum statt. Hundebesitzer und ihre treuen Vierbeiner konnten die Ausstellung „Wölfe“ gemeinsam erkunden und der beste Freund des Menschen musste nicht vor der Tür in der Kälte auf sein Herrchen oder Frauchen warten.

Die präparierten Wolfs- oder Hundemodelle scheinen es den vierbeinigen Besuchern besonders angetan zu haben. Von den Wolfsbabys konnten sich einige Hunde gar nicht mehr trennen. Nach dem Ausstellungsbesuch bestand die Möglichkeit, sich auf dem Beschäftigungsparcours der Hundeschule „Together“ aus Hilden noch einmal richtig auszutoben.

Diese ganze Aktion kam bei allen Hundebesitzern und ihren Doggys sehr gut an. Sie waren froh, dass die Hunde mit ihnen gemeinsam das Museum betreten durften. Weitere Doggy Days finden im Frühjahr 2013 statt (18. Januar, 22. Februar, 8. März). Informationen gibt es auf unserer Homepage www.neanderthal.de.

Grüße

Viviane Bolin

Eröffnung der Sonderausstellung Wölfe

Am Samstag, dem 17. November 2012, fand die Eröffnung der aktuellen Sonderausstellung „Wölfe“ im Neanderthal Museum statt. Die Wiederbesiedlung der Lausitz durch ein Wolfsrudel ist Thema dieser Ausstellung. Bis zum 17. März 2013 können die Spuren der Wolfsfamilie hier im Museum verfolgt werden.

Nach einer kurzen Eröffnungsrede von Museumsdirektor Weniger lieferte uns Frau Carina Wagner vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz in einem spannenden Vortrag eine Menge interessanter Informationen zum Leben in einem Wolfsrudel und räumte mit vielen Vorurteilen auf.

In einem Wolfsrudel gibt es nämlich kein Alpha-Männchen oder Alpha-Weibchen, die das Rudel anführen und denen alle anderen Wolfsmitglieder sich unterordnen müssen. Es geht bei ihnen zu, wie in einer Familie. Das Wolfspärchen findet sich, wählt ein Jagdgebiet für sich aus und bringt ganz viele Wolfsbabys zur Welt. Sobald diese Wolfskinder ausgewachsen sind, machen sie sich – wie unsere Kinder auch – von den Wolfseltern unabhängig, wandern ab und suchen sich ein eigenes Jagdgebiet. Die Wolfseltern hingegen zeugen weitere Wolfsbabys und so beginnt der Kreislauf wieder von vorne. Einige der Nachkommen bleiben ihr Leben lang Einzelgänger, aber andere suchen sich einen Wolfspartner und gründen eine eigene Wolfsfamilie – oft in der Nähe der Wolfseltern. Somit verbreitet sich die Wolfsfamilie langsam in der Lausitz.

Landwirte, die Schafe oder anderes Vieh halten, brauchen vor dem „wilden“ Wolf keine Angst zu haben. Denn tatsächlich ist der Wolf ein sehr scheues Tier, das den Menschen meidet und sich eigentlich überhaupt nicht für uns interessiert. Außerdem stehen weder Schafe noch Rinder oder Hühner auf seinem Speiseplan. Wenn nun doch einmal ein Wolf ein kleines Schäflein reißt, so kann der Landwirt sein Vieh ganz einfach schützen. Eine bewährte Methode: ein Hütehund, der bei seiner Herde aufwächst, hält sich im Laufe der Zeit selbst für ein Schaf und verteidigt seine Artgenossen gegen hungrige Wölfe!

Viele eingeladene Besucher, die im Auditorium keinen Platz fanden, verfolgten den durch einen Beamer auf eine Wand übertragenen Vortrag in der Eingangshalle des Museums. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Sonderausstellung in Ruhe zu betrachten und die präparierten Wolfs- und Hundemodelle zu bewundern. Kleine Snacks und Getränke standen bereit und rundeten die Gespräche und angeregt geführten Diskussionen zur Ausstellung ab.

Nikolausgrüße aus dem Neanderthal Museum

Viviane Bolin

Die neue wissenschaftliche Volontärin

 

 

Post aus Fernost – Museen und soziale Verantwortung

Letzte Woche hatte ich die einmalige Gelegenheit, an der Tagung Museum 2012: The Socially Purposeful Museum im fernen Taipei, Taiwan, teilzunehmen. Organisiert wurde die Tagung gemeinsam von der Staatlichen Pädagogischen Hochschule Taipei, dem Forschungszentrum für Museen und Galerien an der Universität Leicester, den Staatlichen Museen Liverpool und dem Staatlichen Historischen Museum Taipei. Teilnehmer aus mehr als 20 verschiedenen Ländern kamen zu intensiven Diskussionen zusammen.

In rund 70 Vorträgen ging es um soziale Verantwortung von Museen. Ein Schwerpunkt lag auf den Museumsbesuchern. Diskutiert wurde, wie man ein breites und buntes Publikum ins Museum holen kann, inklusive Menschen aus allen Einkommens- oder Bildungsschichten. Diese Frage betrifft alle Bereiche eines Museums – von der Ausstellungsgestaltung über die Pädagogik über das Marketing bis hin zum Leitbild des Museums selbst. Dementsprechend vielfältig waren auch die Vorträge. Ein Beispiel: Immer mehr Museen haben Angebote, die gezielt auf Gruppen zugeschnitten sind, die sonst nicht ins Museum gehen (können), wie z.B. sozial benachteiligte Jugendliche, blinde und taube Menschen oder sogar Gefängnisinsassen. Besonders spannend fand ich ein Projekt aus Norwegen, das Alzheimer Patienten ins Museum holt und damit sehr positive Erfahrungen gemacht hat.

Gerade in Großbrittanien gehen Museen inzwischen häufig einen Schritt weiter und holen die Menschen nicht nur als passive Betrachter ins Museum, sondern um aktiv am Museumsprozess teilzuhaben. So werden Ausstellungen „co-creative“ erstellt, das heisst in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort – mit Kindern, Künstlern, Nachbarn. Noch weiter geht das Freilichtmuseum Museum of East Anglian Life in Suffolk: es begreift sich im Kern als soziale Institution und beschäftigt z.B. Langzeitarbeitslose oder arbeitet mit Gefangenen und Kranken zusammen. Durch das Projekt Happy Museum sollen dieses und 11 andere beteiligte Museen zu Orten des Wohlbefindens werden. Insgesamt ging es also auch darum, das Museum an sich umzudefinieren, es als Ort für neue Ideen und Dialoge zu begreifen. So besagt beispielsweise das Leitbild der Staatlichen Museen Liverpool, dass Museen dazu da seien „Leben zu verändern“

Der zweite Schwerpunkt der Vorträge war die Ausstellungsgestaltung. Einerseits ging es darum, Ausstellungen über aktuelle Themen von Umweltschutz bis Menschenrechte zu gestalten, so zum Beispiel eine Ausstellung über Menschenhandel am Museum of London. In diesen Kontext gehörte auch mein Vortrag über unsere Ausstellung Wie Menschen Affen Sehen, in der wir die schwierige Balance zwischen ernsten, aktuellen Themen und Unterhaltung versucht haben. Darüber hinaus ging es darum, auch Ausstellungen zu allen anderen Themen inklusiver zu gestalten, d.h. einen bunten Querschnitt durch die Gesellschaft zu repräsentieren und vielfältige Geschichten zu erzählen. So baut z.B. das Science Museum in London gerade seine Dauerausstellung zur Kommunikationstechnik um. Ziel dabei ist auch, nicht nur „gebildete, weiße, bärtige, heterosexuelle Männer“ darin vorkommen zu lassen. So erzählen z.B. in der Ausstellung auch die Frauen, die früher täglich mit einer Telefonanlage gearbeitet haben, von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Technik.

Wie es sich für eine Museumstagung gehört, fanden auch einige Veranstaltungspunkte in Museen statt. So gab es einen Abendempfang im staatlichen Historischen Museum, welches äußerlich einem chinesischen Palast aus der Ming oder Qing Zeit nachempfunden ist und innen zahlreiche Schätze aus Chinas Archäologie und Kunst beherbergt. Eine besonders bewegende Veranstaltung fand im Jingmei Museum für Menschenrechte statt, welches erst im nächsten Jahr offiziell eröffnen wird. Das Museum ist eine Gedenkstätte in einem ehemaligen Militärgefängnis, in dem in den 60er bis 80er Jahren unzählige politische Gefangene unter menschenunwürdigen Bedingungen verurteilt und festgehalten wurden. Wir bekamen die Gelegenheit, ausführlich mit einem ehemaligen Insassen zu diskutieren.

Nach der Tagung haben die meisten Teilnehmer die Chance genutzt, das Land Taiwan und natürlich seine Museumslandschaft weiter zu erkunden. Ein Pflichttermin war dabei das Nationale Palastmuseum in Taipei, in dem weit über eine halbe Millionen Schätze aus rund 8.000 Jahren chinesischer Geschichte aufgehoben sind. Zum Ende des chinesischen Bürgerkriegs Ende der 1940er nahmen die chinesischen Nationalisten auf ihrer Flucht vor den Kommunisten wichtige Teile der staatlichen Sammlung mit nach Taiwan. Dort liegt sie auch heute noch, weshalb die Sammlung in Taipei absolut sehenswert ist. Einen Besuch wert ist auch Taipei selbst, eine bunte, lebendige Metropole die alt und neu verbindet.

Insgesamt war es eine inspirierende Tagung mit guten Gesprächen in und zwischen den Veranstaltungen. Nicht zuletzt dank der sehr herzlichen Gastgeber herrschte durchgängig eine gute Atmosphäre. Die Menschen Taiwans sind sehr gastfreundlich – am letzten Abend lud zum Beispiel eine Kollegin aus dem Staatlichen Naturwissenschaftlichen Museum in Taichung, Taiwan, eine ganze Runde europäischer Kollegen ein zu einer traditionellen Teezeremonie, zu einem sehr leckeren taiwanesischen Essen und zu einem Spaziergang durch eine alte Straße Taipeis.

Inspirierte Grüße aus Fernost

Kerstin Pannhorst

 

Wuppertaler Zoogespräche

Zum zweiten Mal veranstaltet die Bergische Universität Wuppertal in Kooperation mit dem Wuppertale Zoo und dieses Mal auch mit dem Neanderthal Museum Mettmann die Studium Generale-Vortragsreihe „Wuppertaler Zoogespräche“.

Fünf Vorträge beschäftigen sich mit der Frage, ob Kultur als menschliches Alleinstellungsmerkmal beschreibbar ist. Wie lässt sich die Rolle bzw. Funktion von Kultur im Kontext der frühgeschichtlichen geographischen Ausbreitung des Menschen kennzeichnen? Sind Eigenschaften wie Empathie und Kooperationsfähigkeit als Teil der menschlichen Natur zu begreifen?

Nach dem Eröffnungsvortrag von Herrn Prof. Dr. Weniger am 06. November im Neanderthal Museum startete gestern Abend der erste Vortrag im Menschenaffenhaus des Wuppertaler Zoos.

Begleitet von Wolfs-Geheul und den neugierigen Blicken der fünf Gorillas aus dem Affenhaus, die gelegentlich zwischen Essen, Schlafen und Bett machen zur Scheibe kamen und ebenfalls, wie die ca. 25 menschlichen Zuhörer, Interesse kundtaten, referierte Herr Dr. Pastoors vom Kunstschaffen des eiszeitlichen Menschen.

Nach anderthalb Stunden „Wissens-Input“ und reichlich Fragen war die Veranstaltung vorbei und die Zuhörer-Gruppe, zum Glück begleitet vom Zoo-Personal, bahnte sich durch den tief dunklen Zoo den Weg zurück zum Ausgang.

Ein wirklich rundum gelungener Abend!!!

Ganz herzliche Grüße aus der Mediathek

Saskia Adolphy

Markt der Kulturen

Auch in diesem Jahr lockte es wieder viele Besucher zu unserem vorweihnachtlichen Markt der Kulturen.

Über 20 Aussteller präsentierten im Untergeschoss des Museums tolle Waren aus aller Welt. Von Ledertaschen, Fellschuhen, Tischdecken, Perlen, aber auch ganz exklusiven Schmuck bis hin zu marokkanischen Teekannen und kleinen Fahrrädern aus ehemaligen Metallschrott fand man dieses Wochenende alles auf der eigentlichen Fläche unserer Sonderausstellung. Nach dem Besuch dieses exklusiven Weihnachtsmarkts konnte man sich dann im Foyer des Museums mit exotischen Snacks kulinarisch verwöhnen lassen.

Einige Eindrücke vom letzten Wochenende:

Vorweihnachtliche Grüße aus der Mediathek

Saskia Adolphy