Archiv der Kategorie: Sonderausstellungen

2 Millionen Jahre Migration

Die Verbindung eines Forschungsprojektes mit einem Ausstellungsprojekt ist immer noch ein seltener Glücksfall in der deutschen Forschungslandschaft. „2 Millionen Jahre Migration“ ist aus einer solchen Verbindung entstanden. Der Sonderforschungsbereich 806 „Our Way to Europe“ startete im Jahr 2009 an der Universität Köln in Kooperation mit der RWTH Aachen, der Universität Bonn und dem Neanderthal Museum. An dem interdisziplinären Großprojekt beteiligen sich etwa 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geowissenschaften und der Prähistorischen Archäologie (www.sfb806.uni-koeln.de). Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de). Die Ausgangsfragen waren klar umrissen: Auf welchen Wegen kam der anatomisch moderne Mensch nach Europa, welche Ursachen können erkannt werden und wie verlief der Ausbreitungsprozess?

Im Jahr 2015 wurde, ausgelöst durch die politischen Diskussionen in Europa, im SFB 806 der Entschluss gefasst, eine Brücke zu schlagen zwischen Eiszeit und Moderne. Die Ausgangskarte des SFB 806 aus dem Jahr 2009 und die Karte aktueller Migrationswege machten ohne Erklärung deutlich, wie nah sich prähistorische Forschung und Moderne sind. Diese Erkenntnis sollte in einer Ausstellung im Neanderthal Museum an die breite Öffentlichkeit vermittelt werden. Weitere wissenschaftliche Kooperationspartner konnten mit dem ROCEEH Projekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (www.roceeh.net) und dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena (www.shh.mpg.de) gewonnen werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Stiftung Mercator (www.stiftung-mercator.de) erklärten sich bereit, die Ausstellung zu fördern. Am 12. Mai 2017 wird sie nun eröffnet und soll nach dem Start im Neanderthal Museum als Wanderausstellung durch den deutschsprachigen Raum touren.

Ziel der Ausstellung ist, die durch die aktuelle politische Situation „emotionalisierten“ Besucher in der Ausstellung mit Forschungsergebnissen und Fragestellungen aus der menschlichen Entwicklungsgeschichte zu konfrontieren. Die verwendeten Begriffe sind Besuchern vertraut, der damit verbundene archäologische Kontext ist ihnen aber weitestgehend neu. Dieser starke Perspektivwechsel soll es Besuchern erlauben, einen distanzierten Standpunkt einzunehmen, der nicht von Tagesaktualität geprägt ist, sondern eher von der Suche nach wissenschaftlicher Erkenntnis.

Die Ausstellung vermittelt drei zentrale Botschaften:

• Migration und Menschwerdung sind untrennbar miteinander verbunden.
• Menschen haben sich seit 2 Millionen Jahren ständig an veränderte Lebensbedingungen und soziale Zusammenhänge angepasst.
• Geoarchäologische Forschung kann einen wertvollen Beitrag zum Verständnis menschlichen Verhaltens leisten.

Vier Meilensteine prähistorischer Migrationsereignisse werden präsentiert: Der erste Auszug des Menschen aus Afrika von etwa 2 Millionen Jahren; die Auswanderung des modernen Menschen vor etwa 100.000 Jahren aus Afrika; die Einwanderung von Bauern und Viehzüchtern aus dem Vorderen Orient nach Europa und die Einwanderung von Pferdezüchtern und Händlern aus den westasiatischen Steppen nach Mitteleuropa zu Beginn der Metallzeiten.

Interviews mit modernen Migranten schlagen einen Bogen zu den Motiven und Erfahrungen aktueller Migration.

Für mich ist es eine besondere Erfahrung auf beiden Seiten agieren zu dürfen: als Forscher im SFB 806 und als Museumsdirektor bei der Konzeption und Realisierung der Ausstellung.

Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger

Von wegen Bürojob – Ausstellungsaufbau im Museum

Mein Name ist Sophie. Ich habe letztes Jahr mein Abitur mit 17 Jahren absolviert, wollte allerdings aufgrund meines Alters noch nicht sofort anfangen zu studieren. Deshalb habe ich mich beim Neanderthal Museum für ein Praktikum beworben.

In den ersten zwei Wochen meines vierwöchigen Praktikums habe ich beim Aufbau für die Sonderausstellung “DUCKOMENTA – Die Enten kommen zurück” mitgeholfen.

Dafür musste die alte Ausstellung “Zwerge & Riesen” natürlich erst abgebaut werden.
Dies bedeutete: viel schrauben, schleppen und Klebereste von den Wänden abkratzen.

Als schließlich alles verstaut und verpackt war kamen auch schon die DUCKOMENTA-Exponate aus Mannheim an. Unzählige Kisten und Boxen in allen Formen und Größen stapelten sich von dem Sonderausstellungsbereich bis ins Auditorium.

Zuerst wurde kontrolliert, ob denn auch alles angekommen und in gutem Zustand ist.
Dann wurden einige Exponate schon einmal in die Ecken verschoben, wo sie nachher stehen sollten.

 

Es gab viel zu tun:

  • manche Vitrinen mussten geputzt und von Ruß befreit werden, wiederum andere wurden schon aufgebaut und ausgerichtet
  • Kabel für Bilder und Banner wurden von den Decken abgehängt
  • Schilder wurden geklebt
  • Gitter mussten abgeschrubbt und in der Dauerausstellung verhangen werden
  • Bilder mussten sowohl an die Gitter, als auch an Drahtseile gehangen werden
  • Hintergründe für die Vitrinenwände wurden beklebt
  • und vieles mehr…

Natürlich haben alle fleißig mitgeholfen. Durch die gute Teamarbeit und das gemeinsame Anpacken konnten wir die Ausstellung sogar noch fast einen kompletten Tag vor der Eröffnung fertigstellen.

Als schließlich alles stand und nur noch Kleinigkeiten zu tun waren, konnte ich kaum fassen wie schnell doch alles vorübergegangen war.

Viele Grüße aus dem Museum

Sophie

BLICK HINTER DIE KULISSEN! Eine Ausstellung entsteht – mein „Gesellenstück“

Vor fast zwei Jahren habe ich mein Volontariat für Ausstellungsgestaltung im Neanderthal Museum begonnen und ich muss sagen, einen spannenderen Job kann ich mir kaum vorstellen!

Neben der Pflege der Dauerausstellung, der Neukonzipierung der Forscherboxen und so einigen allgemeinen Museumsaufgaben, ist meine eigentliche Aufgabe die Organisation und Durchführung von Sonderausstellungen.

Da dieser Prozess aber zuweilen mal ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen kann, habe ich in meiner Ausbildungszeit tatsächlich nur eine Ausstellung von Anfang bis Ende durchgeführt: die aktuelle Sonderausstellung „Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens“.

Von der Besichtigung des Depots in Mannheim und der Auswahl der Objekte über die Konzepterstellung, die Recherche der sibirischen Kulturen und das Texte verfassen bis hin zur Gestaltung des Raumes und der Vitrinen war es ein langer, aber sehr interessanter Weg.

Nachdem die Kooperation mit den Reiss-Engelhorn Museen (rem) und das Thema Schamanen Sibiriens feststand, sind wir (meine Chefin Frau Auffermann und ich) letztes Jahr nach Mannheim gereist und haben das Depot nach geeigneten Objekten durchforstet. Bald schon war klar, dass bei den riesigen Mengen an ethnografischen Objekten aus Sibirien eine Eingrenzung auf drei Völker sinnvoll ist: die Korjaken, Tschuktschen und Nanai.

Die grobe Idee für das Konzept war, den Lebensweg eines Schamanen von der Geburt bis zu seiner Berufung und der Durchführung schamanischer Rituale zu zeigen. Dafür wollten wir einen Schwerpunkt auf den Alltag der sibirischen Völker legen und darstellen, wie die Korjaken, Tschuktschen und Nanai in den Weiten Sibiriens lebten, welche Rohstoffe sie verwendeten, wie sie wohnten und jagten, was sie aßen etc. Der zweite Schwerpunkt sollte der Schamanismus sein und seine Bedeutung für die Völker: Was ist ein Schamane? Wie wurde man zum Schamanen? Was machte ein Schamane überhaupt so den ganzen Tag? Was für ein Glaubenssystem steht hinter diesem Konzept? etc.

Zum Schluss erschienen uns ein Rückblick in die Eiszeit, um die Verbindung zum Haus herzustellen, und ein Blick in den Neo-Schamanismus der heutigen Zeit eine sehr interessante Ergänzung.

Dafür musste ich mich natürlich in den Alltag der Korjaken, Tschuktschen und Nanai aus dem 19. Jahrhundert einlesen. Ich schmökerte in ethnografischer Literatur von Forschern, die Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts nach Sibirien gereist sind und bei den sibirischen Völkern gelebt und ihre Erlebnisse aufgeschrieben hatten. Außerdem durchforstete ich Schamanismus-Literatur, von den Theorien des Schamanismus in der eiszeitlichen Höhlenkunst (ein Thema, das mich bereits in meiner Bachelor-Arbeit beschäftigt hatte) über den traditionellen sibirischen Schamanismus bis hin zum heutigen Neo-Schamanismus in Westeuropa.

Nebenbei erstellte ich Listen über Listen über Listen…

– Nach welchen Themen sollen die Vitrinen gegliedert sein? Welche Objekte kommen in welche Vitrine?

– Wie sollen die Objekte einheitlich präsentiert werden, damit sie zur Geltung kommen? Brauchen wir kleine Podeste, bringen wir Objekte an den Vitrinenrückwänden an oder hängen wir welche von der Decke ab?

– Wie viele Vitrinen brauchen wir überhaupt? Wie viele haben wir, welche müssen ausgeliehen bzw. neu gebaut werden?

– Wo soll welche Vitrine stehen?

– Welche Bilder sollen die Vitrinen schmücken? Wie viele Banner müssen produziert werden, wie sollen sie gestaltet sein und wo sollen sie hängen?

– Wie viele Texte brauchen wir, wie lang sollen sie sein und wie groß die Texttäfelchen in den Vitrinen?

– Ist das Klima ausreichend feucht in unserem Sonderausstellungsraum? Müssen noch zusätzliche Maßnahmen getroffen werden (z.B. Luftbefeuchter beschaffen, Vitrinen von innen klimatisieren)?

– Wie wird das Licht am besten abgedunkelt, damit die Objekte nicht beschädigt werden?

– Wie viele Audiotexte brauchen wir, wer soll sie sprechen, und wo stellen wir die Audioboxen am besten hin?

– Welche Firmen soll die Aufträge zum Vitrinenbau und Transport der Vitrinen und Exponate erhalten?

Dies sind nur einige der vielen Fragen, die bei der Organisation so aufkommen. Natürlich traf ich die meisten Entscheidungen nicht selbst, sondern arbeitete eng mit meiner Chefin und mit der Restauratorin der rem in Mannheim zusammen, was viele Stunden Telefonate nötig machte. In minutiöser Kleinarbeit gingen wir die einzelnen Punkte durch. Die Restaurationsabteilung in Mannheim leistete ihrerseits ganze Arbeit, holte die Objekte aus dem Depot und bereitete sie mit viel Geduld und Liebe zum Detail wieder auf.

Auch die Zusammenarbeit mit der Haustechnik war entscheidend, denn sie kennt sich bestens mit den besonderen Raumgegebenheiten aus, was möglich ist und was nicht, und trägt das nötige Know-How zum Vitrinenaufbau, zur Beleuchtung, zum Sound und zu den Sicherheitsvorkehrungen bei.

Aber an der Realisierung einer solchen Ausstellung ist ja nicht nur das Ausstellungsmanagement und die Haustechnik beteiligt. Die Museumspädagogik leistet auch ganze Arbeit bei der Konzeption von Führungen, Workshops und einem vielfältigen Begleitprogramm (Familientag, Ferienprogramm, Kindergeburtstage etc.); die Marketing-Abteilung war schon vorweg zuständig für die Suche nach Sponsoren, die Flyerentwürfe und die Werbung auf den verschiedensten Social Media Kanälen; die Mediathek recherchierte Literatur und stellte Bildmaterial für die Ausstellung zur Verfügung; und natürlich muss das Shopmanagement repräsentative Produkte zum Verkauf auswählen und das Sortiment anpassen. Man sieht also, jede Abteilung ist auf seine Weise irgendwie am Gelingen der Ausstellung wichtig gewesen. Und wenn ein Puzzleteil gefehlt hätte, wäre das alles nicht so möglich gewesen.

Und nach monatelanger Planung ging es endlich los, wir hatten genau zwei Wochen, um die vorherige Ausstellung (Mumien – Reise in die Unsterblichkeit) abzubauen und die neue Ausstellung Schamanen aufzubauen. Das musste ruckzuck gehen und war oft sehr stressig. Aber mit einer durchorganisierten Planung, einem super Team und viel guter Laune machte es eigentlich auch ziemlich viel Spaß! Und wenn das Ergebnis eine tolle Ausstellung ist, dann sind wir alle zufrieden.

Natürlich darf der Pressetermin nicht vergessen werden. Vertreter lokaler Zeitungen kommen am Tag der Eröffnung vorbei und werden von den Direktoren des Neanderthal Museums und der Reiss-Engelhorn Museen durch die Ausstellung geführt. Man muss sich dem Blitzgewitter vor schönen Exponaten stellen und allerlei Fragen beantworten. Aber es ist trotzdem toll, wenn dann am nächsten Tag ein Artikel in der Zeitung erscheint, der eine Ausstellung bewirbt, bei der man mitgewirkt hat.

Nach der Eröffnung fällt die Anspannung erst einmal von einem ab und man ist ziemlich erschöpft. Aber die Arbeit ist noch lange nicht beendet, denn wir wollen die Ausstellung an andere Museen weiterverleihen. Dafür muss Akquise betrieben, Leihlisten vorbereitet und Flyer erstellt werden. Außerdem kommt ja im November (also in ein paar Monaten!!) schon die neue Ausstellung „Fleisch – Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit“! Da ist die Planung ja auch schon im vollen Gange. Man wird also eigentlich nie fertig… aber trotzdem will man den Job nicht missen J

 

Danke an das gesamte Team des Neanderthal Museums für die tolle Zeit und die einzigartige Zusammenarbeit hier und ganz besonderen Dank an Frau Dr. Auffermann, die es mir ermöglichte, voll in meiner Arbeit aufzugehen und mich selbst zu verwirklichen.

Viviane Bolin

Für Gigantenfreunde

Die Ausstellungen des Neanderthal Museums gehen immer wieder auf Wanderschaft. Aus der Ausstellung „Mammuts – Giganten der Eiszeit“ und der Ausstellung „Bilder im Dunkeln“ konzipierte unter anderem das Neanderthal Museum im vergangenen Jahr die neue Ausstellung „Giganten der Eiszeit. Auf den Spuren der Mammutjäger“, die nun im Museum Mistelbach (Österreich) gezeigt wird. (http://www.mamuz.at/de/das-museum/museum-mistelbach/ausstellungen-museum-mistelbach/1-giganten-der-eiszeit-auf-den-spuren-der-mammutjaeger)

Das Museum Mistelbach liegt nördlich von Wien und ist von dort aus innerhalb einer halben Stunde zu erreichen. Hier entsteht zusammen mit dem Schloss Asparn/Zaya ein Museumszentrum „Mamuz“ das sich mit der Menschheitsgeschichte vor 40 000 Jahren beschäftigt.

Ein besonderes Element der Ausstellung sind die Giganten und Tiere die in dem großen Raum sehr gut zur Geltung kommen. Die Ausstellung wird am 13. April eröffnet und das Mamuz freut sich sehr auf Besucher.

Einige Impressionen vom Ausstellungsaufbau konnte ich Ihnen aber schon mitbringen.

Herzliche Grüße aus dem Neandertal,

Nina Kliemke

Skurriles über Mumien aus der ganzen Welt

Ekel, Angst, Unwohlsein – Reaktionen, die mit dem Begriff „Mumie“ in Verbindung gebracht werden. Und doch verspüren wir Faszination und Neugierde, wenn Bilder von Mumien in die Öffentlichkeit gelangen – so wie beim Vortrag von Dr. Wilfried Rosendahl, Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, am vergangenen Mittwoch.

Ursprünglich vom persischen Wort „Mum“, was soviel wie Erdpech bedeute, entwickelte sich über das lateinischen Wort „Mumia“ und über die ägyptische Verwendung von schwärzlich-harzigen Substanzen bei der Mumifizierung von Menschenhand, unsere heutige Bezeichnung „Mumie“. Als Mumie bezeichnet man heute die Überreste von tierischen oder menschlichen Körpern, die durch bestimmte Gegebenheiten vor dem natürlichen Verwesungsprozess geschützt wurden. Eine Mumifizierung kann dabei auf drei Arten erfolgen:

  • Natürliche Mumifizierung in der Wüste, im Moor (Moorleichen), durch Salz, in Höhlen oder im Eis (wie z.B. Ötzi)
  • Künstliche, von Menschenhand bewusst durchgeführte, Mumifizierung (z.B. ägyptische Mumien)
  • Intentionelle Mumifizierung, d.h. der Leichnam wird an einen Ort gebracht, an dem eine natürliche Mumifizierung einsetzt

Dass Mumien nur aus Ägypten stammen und in Mullbinden eingewickelt in einem Sarkophag liegen, ist jedoch ein Trugschluss – auch andere Länder haben Interessantes zu bieten: Bestes Beispiel hierfür ist das „German-Mummy-Projekt“ an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Dr. Rosendahl und sein Team haben zahlreiche Mumien aus aller Welt untersucht und den stummen Zeugen des Lebens einige Geheimnisse entlocken können.

Wie etwa die Chinesin Lady Dai, die um das Jahr 160 v. Christus starb und bis heute bewundert werden kann. Ihre Haut ist noch immer elastisch und selbst die Organe gleichen denen eines kürzlich Verstorbenen, da sie in vier Sarkophagen luftdicht bestattet und in eine konservierende Flüssigkeit eingelegt wurde.

Auch die Völker in Ozeanien bergen spannende Geheimnisse. Die Dorfältesten werden nach ihrem Tod in sitzender Position geräuchert und nehmen so weiter am Dorfleben teil, sie sitzen am Tisch und wachen über das Dorf.

Besonders interessant und auch das erschreckendste Beispiel sind die mumifizierten Mönche. In der buddhistischen Schule glaubt man an das Prinzip der Selbstmumifizierung, um den Weg ins Nirwana zu finden. Die Mönche ernähren sich hierfür lange fett- und flüssigkeitsarm und meditieren bis zum Atemstillstand. Im Tempel sitzend wird er als Buddha verehrt, der den Weg ins Nirwana gefunden hat, und zur Besichtigung ausgestellt.

Um die vielen Geheimnisse der Mumien zu lüften, werden heutzutage selbstverständlich keine Mumien mehr aufgeschnitten. Man nutzt Methoden wie Computertomographie (CT), Röntgen, 14-C Datierung und 3D-Druck. So haben die Reiss-Engelhorn Museen im Rahmen ihres Mummy-Projektes einige Mumien untersucht, z.B. die in Peru gefundene Mumie, deren Hände in Tücher eingewickelt waren. Durch die CT Methode und einen anschließenden 3D-Druck entdeckte man Erstaunliches: Die 45-jährige Frau hielt zwei Milchzähne in ihren Händen. Ob es sich um ihre eigenen oder vielleicht die ihrer Kinder oder Enkel handelt, kann man natürlich nicht sagen. Auch die „Frau aus Basel“ hat ein Geheimnis. Denn eigentlich handelt es sich um einen Mann.

Wer immer noch nicht genug von Mumien hat, der sollte unbedingt unsere Ausstellung „Mumien – Reise in die Unsterblichkeit“ besuchen, die bis zum 27. April im Neanderthal Museum zu sehen ist. Hier berichten wir über den Mumifizierungsprozess und die Bestattungssitten im Alten Ägypten. Und es gibt echte Mumien zu bestaunen, also nicht verpassen!

Grüße aus dem sonnigen Neanderthal

Saskia Adolphy, Judith Wonke und Viviane Bolin

 

PS: Weitere interessante Links zu Mumien aus aller Welt

Geopferte Kindermumien aus Altamerika = http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/opferritual-inka-bereiteten-kinder-mit-koka-und-alkohol-auf-den-tod-vor-12312345.html

Kloster in Palermo (Sizilien) = http://www.historeo.de/hintergrund/die-mumien-von-palermo

Sogar der Papst wird mumifiziert = http://www.bz-berlin.de/archiv/die-leiche-des-papstes-am-altar-der-pfingstmesse-article195227.html

Rekonstruktion der Mumie vom Freiherr von Holz = http://www.spiegel.de/spiegel/a-700336.html

Die Mumien an der Düssel

Passend zur dunklen Jahreszeit bewohnen zurzeit die Mumien das Neanderthal Museum. Seit dem letzten Wochenende und bis zum 27. April 2014 können die Mumifizierungstechniken, die Grabbeigaben und natürlich echte Mumien in der klassisch sehr schön eingerichteten Sonderausstellung bestaunt werden.

Am 22. November um 19.00 Uhr fand die Eröffnung im Auditorium des Museums statt. Frau Maria Christina Guidotti, Direktorin des Ägyptischen Museums in Florenz, berichtete im Einführungsvortrag von den 80 Originalexponaten, die z.T. vom berühmten Jean-Francois Champollion (erste Entzifferer der Hieroglyphen) von seiner Expedition im Jahre 1829 nach Italien gebracht wurden, und nun in der Sonderausstellung „Mumien – Reise in die Unsterblichkeit“ auch bei uns zu sehen sind.

Der Weg durch die Ausstellung beginnt mit dem Mythos des Osiris, dem mumifizierten Herrscher der Unterwelt, führt den Besucher von den Techniken der Mumifizierung (Leichentücher, Amulette, Gefäße für die inneren Organe, Werkzeuge für die Entnahme des Gehirns aus der Nase!) über die bildreichen Sarkophage zu der Grabausstattung mit rituellen, aber auch alltäglichen Beigaben (Spiegel, Sandalen). Nicht zu vergessen, die zwei echten Mumien, die andächtig in großen schwarzen Kästen mit bunten Rückwänden betrachtet werden können.

Wir freuen uns über den großen Anklang, den diese Sonderausstellung bisher bei den Besuchern findet. Die Jenseitsvorstellungen der alten Ägypter faszinieren uns ja schon seit jeher und auch Mr. N scheint die neuen Mitbewohner zu mögen.

Schauen Sie doch mal vorbei!

Schöne Grüße aus dem Neandertal

Viviane Bolin

Eröffnung Sonderausstellung Tierreich

Am 22.03.2013 war es endlich soweit! Nach einem mehrtägigem, gelungenem Aufbau konnte die Eröffnungsfeier der neuen Sonderausstellung „Tierreich: Schwärme, Herden, Kolonien“, im Neanderthal Museum  pünktlich um 19 Uhr beginnen. Vor der Empfangsrede von Prof. Dr. Weniger wurde Herr Albrecht Woeste, welcher von 2006 bis 2012 als Mitglied des Stiftungsrates die Entwicklung der Stiftung mit außergewöhnlichem Engagement begleitet hatte, durch Herrn Prof. Dr. Dres. h.c. Gert Kaiser geehrt.

Anschließend  trat der Fotograf der beeindruckenden Massentierfotografien – Ingo Arndt – hinter das Rednerpult und fesselte seine Zuhörer bereits mit seinen ersten Sätzen von abenteuerlichen Situationen, in die er sich begab, um das perfekte Bild zu schießen. Seine Worte wurden durch weitere ausgewählte Tierbilder unterstützt, welche zwar nicht alle in der Ausstellung zu sehen sind, aber diesen in nichts nachstehen. Zu jeder dieser Fotografien erzählte Ingo Arndt mit viel Spannung und Witz deren Entstehung und welche Mühen er während dieser 40 Reisen auf sich nahm, um den einen idealen Augenblick einzufangen.

Um die 400 Millionen Monarchfalter bildlich einzufangen, die während ihrer Überwinterung den Wald zum Schwirren bringen, reiste er nach Mexiko. Jeden Morgen zu den ersten Sonnenstrahlen versammeln sich die Falter an einem Wasserloch, um zu trinken. Hier positionierte sich Ingo Arndt mit seiner Kamera vor dem Erwachen der Falter im Schlamm der Wasserstelle und verharrte dort, bis er von Tausenden dieser Geschöpfe umgeben war und sich ihre Flügel im Wasser spiegelten.

Aber auch in Deutschland erlebte er ein Abenteuer, welches er – und die Zuhörer des Vortrages – sicher nicht mehr vergessen werden. Nachdem Tierschützer festgestellt hatten, dass sich in einer Kanalisation eine Gruppe von Fledermäusen nieder gelassen hatte, befestigten sie Gitter an der Decke, um den Tieren einen angenehmen Platz zum Schlafen zu schaffen. Die zu einer Kolonie angewachsenen Fledermäuse besetzten jeden Millimeter des Gitters, als der Fotograf für Aufnahmen hinab stieg. Das Unangenehme an der Sache war allerdings, dass es ein sehr heißer Sommer war und er bis zu den Knien im Fledermauskot stehen musste. Neben dem beißenden Gestank kam noch hinzu, dass Fledermäuse als Abwehrreaktion nicht – wie vielleicht angenommen – wegfliegen, sondern auf den vermeintlichen Feind urinieren. Dadurch blieben immer nur wenige Augenblicke, um die Kamera einzustellen und die Tiere abzulichten.

Mit solchen und weiteren Anekdoten faszinierte er die Zuhörer und bot fast zu jedem Bild eine Entstehungsgeschichte an. Nachdem Ingo Arndt mit seinem Vortrag geendet hatte, wurde die Sonderausstellung für die zahlreichen Gäste geöffnet, welche sichtlich beeindruckt durch den Bilderwald spazierten. Auch wurde das Angebot des Fotografen, er stehe für weitere Fragen und zur Signatur seines Buches zur Verfügung, sehr gerne und zahlreich wahrgenommen. Nur durch diesen Einsatz und Geduld von Ingo Arndt ist es dem Betrachter heute möglich, sich wie ein Teil der Bilder zu fühlen oder sich diese einmal in Ruhe detailgenau anzuschauen.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juni 2013 hier im Neanderthal Museum zu sehen.

Herzliche Grüße

Natalie Roski

Eröffnung der Sonderausstellung Wölfe

Am Samstag, dem 17. November 2012, fand die Eröffnung der aktuellen Sonderausstellung „Wölfe“ im Neanderthal Museum statt. Die Wiederbesiedlung der Lausitz durch ein Wolfsrudel ist Thema dieser Ausstellung. Bis zum 17. März 2013 können die Spuren der Wolfsfamilie hier im Museum verfolgt werden.

Nach einer kurzen Eröffnungsrede von Museumsdirektor Weniger lieferte uns Frau Carina Wagner vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz in einem spannenden Vortrag eine Menge interessanter Informationen zum Leben in einem Wolfsrudel und räumte mit vielen Vorurteilen auf.

In einem Wolfsrudel gibt es nämlich kein Alpha-Männchen oder Alpha-Weibchen, die das Rudel anführen und denen alle anderen Wolfsmitglieder sich unterordnen müssen. Es geht bei ihnen zu, wie in einer Familie. Das Wolfspärchen findet sich, wählt ein Jagdgebiet für sich aus und bringt ganz viele Wolfsbabys zur Welt. Sobald diese Wolfskinder ausgewachsen sind, machen sie sich – wie unsere Kinder auch – von den Wolfseltern unabhängig, wandern ab und suchen sich ein eigenes Jagdgebiet. Die Wolfseltern hingegen zeugen weitere Wolfsbabys und so beginnt der Kreislauf wieder von vorne. Einige der Nachkommen bleiben ihr Leben lang Einzelgänger, aber andere suchen sich einen Wolfspartner und gründen eine eigene Wolfsfamilie – oft in der Nähe der Wolfseltern. Somit verbreitet sich die Wolfsfamilie langsam in der Lausitz.

Landwirte, die Schafe oder anderes Vieh halten, brauchen vor dem „wilden“ Wolf keine Angst zu haben. Denn tatsächlich ist der Wolf ein sehr scheues Tier, das den Menschen meidet und sich eigentlich überhaupt nicht für uns interessiert. Außerdem stehen weder Schafe noch Rinder oder Hühner auf seinem Speiseplan. Wenn nun doch einmal ein Wolf ein kleines Schäflein reißt, so kann der Landwirt sein Vieh ganz einfach schützen. Eine bewährte Methode: ein Hütehund, der bei seiner Herde aufwächst, hält sich im Laufe der Zeit selbst für ein Schaf und verteidigt seine Artgenossen gegen hungrige Wölfe!

Viele eingeladene Besucher, die im Auditorium keinen Platz fanden, verfolgten den durch einen Beamer auf eine Wand übertragenen Vortrag in der Eingangshalle des Museums. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Sonderausstellung in Ruhe zu betrachten und die präparierten Wolfs- und Hundemodelle zu bewundern. Kleine Snacks und Getränke standen bereit und rundeten die Gespräche und angeregt geführten Diskussionen zur Ausstellung ab.

Nikolausgrüße aus dem Neanderthal Museum

Viviane Bolin

Die neue wissenschaftliche Volontärin

 

 

Die “Affen” sind los…

Das Jahr 2012 ist unser Jubiläumsjahr!!! 75. Jahre besteht nun das Neanderthal Museum.

Zuerst in einem kleinen Museum, seit 1996 in dem neu errichteten Spiralgebäude können Besucher täglich die Geschichte der Menschheit erlesen, betrachten und erfahren.

Wenn dies kein Grund zu feiern ist, was dann?

Unsere Jubiläumsausstellung  „Wie Menschen Affen sehen“ ist seit dem 31. März für kleine und große Besucher geöffnet. Zwei Wochen Osterferien bescherten unseren „Affen“ enorme Besucherzahlen.

Ob Schimpanse, Gorilla, Orang-Utan oder Bonobo –  die Menschenaffen sind unsere nächsten Verwandten und deswegen wahrscheinlich so interessant für uns. (Und wir auch für sie?)

Die Ausstellung beleuchtet neben grundsätzlichen Themen, wie die komplexen Sozialstrukturen und die intelligente Werkzeugnutzung der Menschenaffen, auch die wohl nicht offensichtliche, aber bereits weit voran geschrittene Bedrohung,  Ausrottung und Vernichtung  unserer Verwandten.

Zentrales Anliegen unserer Jubiläumsausstellung ist jedoch der kulturgeschichtliche Blick auf den Menschenaffen.

Seit Jahrzehnten muss der uns so ähnliche Menschenaffe als Schauobjekt für Zoobesucher herhalten, in kleinste Käfige isoliert gepfercht und alles andere als artgerecht gehalten. In einem großen eisernen Käfig, ganz am Ende der Ausstellung, kann der Besucher nun selbst einmal „Affe im Zoo“ spielen. Ein Umdenken hat inzwischen schon einmal für einen Teil von in Gefangenschaft gehaltenen Tieren dafür gesorgt, dass artgerechte Anlagen, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Tiere angelegt wurden. Aber nicht nur der Affe im Zoo musste viel über sich ergehen lassen, auch Stars wie „Cheetah“, „Unser Charly“ oder „King Kong“ prägen in bunten Kostümen, absolut vermenschlicht, die Wahrnehmung von uns allen bis heute.

Ein Umdenken vor allem in unserer westlich orientierten Kultur, gibt es spätestens, seitdem sich Vorreiter wie Jane Goodall, Dian Fossey oder Biruté Galdikas  einen Namen in der Verhaltensforschung gemacht haben. Teilweise jahrelang lebten sie mit Schimpansen, Gorillas und Orang-Urans in der Wildnis, wo sie herausgefunden haben, dass Menschenaffen weitaus intelligenter  und uns vor allem, auch weitaus ähnlicher sind als bisher angenommen.

Eben doch nicht nur ein Clown im Affenkostüm!

 

Leider gibt es immer noch Länder, in denen illegal Dutzende von Affen angeboten werden. Als Jungtier gefangen, dienen sie bis zur Pubertät, in der sie unberechenbar werden, als Touristenattraktion, als Versuchstier, als lebender Medizinvorrat oder als Belustigung in Bordellen.

Sehr direkt und anschaulich, manchmal bedrückend, führt die Ausstellung mit offen präsentierten Tatsachen letztlich zu Wahrheiten, vor denen immer noch viele von uns die Augen verschließen. Trotzdem verlässt man das Museum nach dem Besuch keineswegs in bedrückter Stimmung. Metallboxen mit Löchern, häufig für die Beschäftigung von Zoo-Affen aufgestellt, sollen den Besucher animieren, sich Leckereien mit Hilfe von einem Holzstöckchen herauszuangeln.  Eine spaßige Angelegenheit, die jedoch auch Geschick und Konzentration benötigt!

Im Foyer des Museums kann man anschließend dann noch eine gute Tat verrichten, indem man Althandys in die dafür vorgesehene Plexiglas-Säule wirft. In Kooperation mit dem Kölner Zoo sammelt das Museum sie für ein Gorilla-Schutzprojekt.

Viele Grüße aus der Mediathek

Saskia Adolphy

 

20 Jahre Ötzi

Ötzis Entdeckung jährt sich Montag, den 19. September, zum 20. Mal.  Ötzi ist seit etwa 5400 Jahren tot und 47 Jahre hat er gelebt. 20 Jahre ist es jetzt schon her, dass seine Entdeckung ein unglaubliches Medienecho entfachte. Bis heute lässt sein Schicksal uns nicht los. Hier tritt ein Einzelner aus dem Dunkel der Geschichte. Ein Mensch, über dessen Leben und dramatisches Sterben die Forscher immer mehr herausfinden. Ötzi ist ein Glücksfall für die europäische Archäologie. Einer, von dem kein Kollege zu träumen gewagt hätte.

Ich erinnere mich noch, wie eine Anwohnerin uns bei einer Ausgrabung im Schwäbischen im September 1991 eine Zeitung mit der Schlagzeile brachte: Prähistorische Mumie in den Alpen entdeckt! Unglaublich schien uns das. Ein Jahr später sind wir dann in kleiner Gruppe von der Uni Tübingen gestartet und von Vent aus mit Prof. Leitner von der Uni Innsbruck zum Tisenjoch aufgestiegen. Die Nachgrabungen waren gerade beendet. Schnee und Eis an der Fundstelle hatten die Kollegen aufgetaut und der Stein, auf dem Ötzi über 5000 Jahre gelegen hatte, ragte aus dem Wasser. Ruhig war es dort oben auf dem Alpenhauptkamm, weit weg schien der Rummel um Ötzi. Der Blick hinab nach Südtirol ist von dort phantastisch. Damals wussten wir noch nicht, dass er von dort gekommen war, dass er „Südtiroler“ war und kein „Ötztaler“.

Einige Jahre später begegnete mir Ötzi wieder: Im Neandertal. „Ötzi – Der Eismann“ war vom 11.12.1996 bis 26.01.1997 die erste Sonderausstellung im neu eröffneten Neanderthal Museum. GEO hatte eine lebensechte Rekonstruktion von Elisabeth Daynès für die Jubiläumsausgabe seiner Zeitschrift anfertigen lassen. Ergänzt wird die Figur von originalgetreuen Rekonstruktionen seiner Kleidung und Ausrüstung, die Harm Paulsen angefertigt hat. Als im Dezember 1996 das Fax einer Münchener Anwaltskanzlei bei uns ausgespuckt wurde, staunten wir nicht schlecht: Die Landesregierung Bozen-Südtirol versuchte, diese Ausstellung zu verhindern: Die Nachbildung sei widerrechtlich, dem Neanderthal Museum wurde für jeden Ausstellungstag eine Vertragsstrafe von 30.000 Mark angedroht. Laut Artikel 51 des staatlichen Gesetzes vom 1. Juni 1939 sei es verboten, Abdrucke von Originalen und denkmalgeschützten Sachen, die im Eigentum des Staates stehen, anzufertigen. Nachdem alle Missverständnisse ausgeräumt waren, konnten wir die Ausstellung mit einigen Tagen Verspätung eröffnen. Die Menschen standen Schlange, um die Rekonstruktion des Ötzi zu sehen und noch Jahre später fanden sich Einträge im Gästebuch :“Wann kommt denn der Ötzi wieder?“

Die GEO-Ausstellung tourte von 1997 bis 2005 durch den gesamten deutschsprachigen Raum. GEO hat sie uns 2006 übergeben. Wir haben sie überarbeitet, inhaltlich aktualisiert und vom 17.02. bis 17.04.2006 erneut präsentiert :“Die Rückkehr des Ötzi“ lautete die Sonderausstellung. Diese tourt seitdem als Wanderausstellung weiter und ist aktuell in einer von Karol Schauer erweiterten Konzeption in der Arche Nebra zu sehen: http://www.himmelsscheibe-erleben.de/sonderschau_2011_oetzi/.

Am 28. Februar diesen Jahres folgte ich einer Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Ötzi 20“ http://www.iceman.it/de/sonderausstellung ins Südtiroler Archäologiemuseum, dem Aufbewahrungsort der Mumie. Das war endlich die Gelegenheit, Ötzi leibhaftig zu sehen!

 

Beste Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann