Schlagwort-Archive: Dauerausstellung

Kennt ihr eigentlich den Steinzeit-Fußballer aus der Dauerausstellung?

Direkt am Anfang des Rundgangs begrüßt die kleine Knetfigur jeden Besucher, der es wagt, die Klappe der ersten Forscherbox zu öffnen!

Sicherlich rechnet man am Anfang einer Ausstellung für Menschheitsgeschichte nicht mit solch einer lustigen- fast schon lächerlichen- Darstellung des Homo sapiens neanderthalensis!

Aber mal ganz ehrlich, kennen tun wir diese Form der „Neanderthaler-Darstellung“ alle! Nicht zuletzt aus Werbung, Fernsehen und Kino!
Erst 2012, pünktlich zum Bundesliga-Anpfiff, greift die ARD mit ihrem Sportschau-Spot auf den Neanderthaler zurück, der als Sinnbild für den wahren Mann dastehen soll:

Dass dieser Spot mit dem Klischee „Männer interessieren sich für Fußball, Frauen eben nicht“ viel Kritik auf sich zog, sei hier nur am Rande erwähnt, denn hier geht es ja um die Knetfigur aus der Dauerausstellung.

Seine Geschichte beginnt, ähnlich wie die des „Sportschau-Neanderthalers“ von 2012, mit dem Fernsehsender ARD, der im Jahr 2006, pünktlich zum Bundesligastart – wie sollte es auch anders sein – mit einem urkomischen Spot im Kino und Fernsehen, für seine Sportschau warb: Hauptdarsteller in diesem 54-Sekunden langen Filmchen waren Neanderthaler-Knetfiguren, die mit einem Steinblock – ohne Rücksicht auf Schmerzen – Fußball spielten, während ihre Frauen nur kopfschüttelnd zuschauten.

Das Konzept für den Spot erstellte die Münchener Werbeagentur Xynais Wetzel. Die Knetfiguren, von denen nun eine im Neanderthal Museum ihren Platz gefunden hat, entstanden in drei Monate langer Arbeit in der Hamburger Filmproduktion Trikk 17. Der Spot wurde von Regisseur Björn Magsig im „Stop-Motion-Verfahren“ gedreht – einer Filmtechnik, bei der eine Illusion von Bewegungen erzeugt wird, indem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Stop-Motion . Die Musik zu dem Sportschau-Spot wurde von der Band Sportfreunde Stiller beigesteuert (Unser Freund ist aus Leder).
Im Oktober 2006 wurde die Figur dem Neanderthal Museum überreicht und wird seitdem in der Dauerausstellung präsentiert, um Besucher jeden Alters zum Schmunzeln zubringen!

Sommerliche Grüße aus dem Neandertal

Saskia Adolphy

Operation beendet

Erectus_frau_001

Es ist vollbracht! Die Homo erectus-Frau aus dem Einführungsraum konnte wiederhergestellt werden. Jetzt steht sie wieder im Einführungsraum (http://www.neanderthal.de/museum-tal/ausstellung/rundgang/eine-reise-durch-die-zeit/index.html) und unsere Ahnengalerie ist komplett!

Beste Grüße aus dem Neandertal

Dirk de Leeuw

Haustechnik

 

Emergency Room Neandertal

Nach fast 15 Jahren in der Dauerausstellung sind bei unserer Homo erectus-Frau Ermüdungserscheinungen aufgetreten. Das ging jetzt sogar so weit, dass sie an einer Sollbruchstelle abgeknickt ist und sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Da die Bildhauerin Elisabeth Daynès (www.daynes.com) mittlerweile mit anderen Materialien arbeitet, wusste sie leider auch keinen Rat.

So muss die Haustechnik selbst ran und die Werkstatt wird zum Emergency Room. Hoffentlich klappt die Operation und die Frau kann bald wieder in der Ausstellung stehen.

Beste Grüße aus dem Neandertal

Dirk de Leeuw, Haustechnik

“Erlebe die Evolution – spielerisch!” Jeden Dienstagvormittag im Neandertal

Seit September 2010 heißt es an jedem Dienstagvormittag in der Dauerausstellung des Neanderthal Museums: Erlebe die Evolution – spielerisch!

Evolutionsspiel_011

In einem etwa 10 minütigen Spiel kann jeder – ob jung oder alt – die Prinzipien der Evolution selbst entdecken. Gemeinsam mit bis zu 5 Mitspielern geht man selbst als Räuber auf die Jagd nach Beutetieren. Auf diese Weise erfährt man spielerisch und anschaulich, was unter den sonst so verwirrenden Begriffen wie „Selektion“, „Mutation“, „Rekombination“, „adaptive Radiation“ usw. gemeint ist.

Ein Spiel für alle unabhängig von Alter und Vorwissen mit garantiertem AHA-Effekt J!!!

Bis hoffentlich zum nächsten Dienstagvormittag, 

Anne-Katrin Hagemann, abgeordnete Lehrerin

Promibesuch im Neanderthal Museum: Jean Pütz zu Gast bei Mr.N

Immer wieder machen Prominente aus Funk und Fernsehen einen Abstecher ins Neandertal um unser Museum zu besuchen. Es kommt auch vor, dass ein und derselbe Prominente sich als “Wiederholungstäter” herausstellt. So auch im Fall von Jean Pütz.

Das Urgestein des öffentlichen Fernsehens – bekannt durch die Hobbythek – war bereits mehrfach im Neanderthal Museum. So auch gestern in familiärer Begleitung – um einen erneuten Blick auf die Dauerausstellung zum Neanderthaler und der Sonderausstellung “Riten des Lebens” zu werfen. Kurz vor seinem Rundgang haben wir ihn vor die Linse bekommen.

Mit Grüßen aus der Mediathek,

Sebastian Hartmann

Ein neues Gemälde in der Dauerausstellung

Im Frühjahr 2009 wurde dem Neanderthal Museum vom Stern-Verlag eines der seltenen Gemälde angeboten, die Maler der Düsseldorfer Malerschule im Neandertal angefertigt haben. Das unsignierte Gemälde wird Friedrich Wilhelm Schreiner zugeschrieben (* Köln 1836, † Düsseldorf 1922). Schreiner wurde an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildet. Er malte meist Landschaften und wurde wegen seiner gekonnt gemalten Eichen auch „Eichenschreiner“ genannt. Das Bild aus dem Neandertal muss recht bald nach seiner Ankunft in Düsseldorf entstanden sein, denn vom Kalkabbau, der das Tal ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gründlich umgestalten sollte, ist noch nichts zu sehen. Es handelt sich um eine Freilichtstudie, die vor Ort im Neandertal angefertigt wurde. Wahrscheinlich eine Studie, aus der ein Ölgemälde entstand, das heute verschollen ist und von dem nur eine Abbildung überliefert ist.

Dank einer Spende der Mettmanner Stiftung Habris konnten wir das Bild ankaufen, restaurieren und neu rahmen lassen. So kehrt es nach über 150 Jahren an seinen Entstehungsort zurück. Es bereichert den Einführungsbereich der Dauerausstellung „Ein Tal und sein Geheimnis“ (http://www.neanderthal.de/de/museum-tal/ausstellung/rundgang/index.html) und führt den Besuchern die ursprüngliche Schönheit des alten Neandertals vor Augen.

Es grüßt aus dem Neandertal

Bärbel Auffermann

Bildungswoche „Entwicklung Mensch“ für Pädagogen, Referendare und Erzieher

Am Dienstag dem 14.9. und Mittwoch dem 15.9. fanden zwei Bildungstage für PädagogInnen, ReferendarInnen und ErzieherInnen statt. Insgesamt hatten sich für die zwei Tage etwa 50 TeilnehmerInnen angemeldet, denen das museumspädagogische Angebot und dessen Einbindungsmöglichkeit in den Unterricht vorgestellt wurde. An beiden Tagen konnten die TeilnehmerInnen verschiedene Führungen und Workshopangeboten, aus dem Programm wählen.

Nach einer Einführung, bei Kaffee und Keksen, durch Beate Schneider, Leiterin der Museumspädagogik, zum Angebot der Führungen und Workshops, lag dienstags der Schwerpunkt auf der Evolution und war daher besonders für LehrerInnen der Biologie in den Sekundarstufen I und II gedacht. Danach konnte man zwischen verschiedenen Führungen zum Thema Evolution wählen und im Anschluss an die Führungen, folgte ein kleiner Spaziergang zur Steinzeitwerkstatt. Hier versuchten sich einige LehrerInnen an der Bestimmung der Schädel im Workshop Abgusssammlung und eine zweite Gruppe ließ sich den noch recht neuen Workshop Fossiler Fund: Affe oder Mensch? erläutern.

Mittwochs ging es nach der Begrüßung und Einführung mit Führungen „Projekt Menschwerdung“ und „Neanderthaler und Co.“ weiter. Das Mittwochsangebot war vor allem für GeschichtslehrerInnen, aber auch BiologielehrerInnen der Sekundarstufe I vorgesehen. Nach den Führungen wurden deshalb in der Steinzeitwerkstatt eine große Auswahl unserer Workshops präsentiert. Die LehrerInne, die sich für das Thema Kriminalbiologie entschieden hatten, durften beispielsweise selber einmal ausprobieren, ob sie Geschlecht, Alter und Größe an den Knochen ablesen können.

Zum Schluss ist noch anzumerken, dass der Steinzeitkoffer, der erst ab1.10. für die Schulen zum Ausleihen bereit steht, schon die ersten Buchungen verzeichnet.

Die zwei Tage hinterließen den Eindruck, dass es den Lehrern und Lehrerinnen durchaus Spaß machte und sie Anregungen für den Unterricht mitnehmen konnten. Dieser deckt sich auch mit der abschließend durchgeführten Evaluation die sehr positiv ausfiel.

Wir würden uns freuen die Lehrer mit ihren Schülern wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Grüße aus dem Neanderthal,

Freya Köhler, Volontärin Museumspädagogik

Reise in die Welt der Gene

Der DNA-Tunnel in der Dauerausstellung wurde heute komplett neu gestaltet. Seit der Neugestaltung der Dauerausstellung im Jahr 2006 wurden zahlreiche neue Forschungsergebnisse zur Neanderthaler DNA veröffentlicht – und diese sind ab sofort auch im Neanderthal Museum zu bewundern. Besonderes Highlight sind original Objekte aus dem DNA-Labor des Max-Planck-Instituts in Leipzig. Aus dem  Naturhistorischen Museum Wien haben wir den Abguss eines der frühesten modernen Menschen in Europa erhalten. Ein Grund mehr, mal wieder das Neanderthal Museum zu besuchen!

Jan Graefe & Astrid Slizewski