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Schulterblick Forschung – DGUF-Tagung Archäologie und Paläogenetik

Vom 09.-12. Mai tagte die Deutsche Gesellschaft für Urgeschichte in Erlangen. Mit über 900 Mitgliedern ist die DGUF eine der größten Vereinigung prähistorischer Archäologen in Deutschland. Das besondere an ihr ist, dass auch interessierte Laien Mitglieder werden können.
Das diesjährige Thema Paläogenetik ist enorm spannend. Denn mit der ständig wachsenden Zahl paläogenetischer Publikationen über unsere urgeschichtliche Vergangenheit eröffnen sich neue Perspektiven. Allerdings lassen sich paläogenetische und archäologische Daten nicht immer in Einklang bringen. Es besteht also erheblicher Gesprächsbedarf zwischen den Disziplinen über die Tragfähigkeit und Verläßlichkeit der Ergebnisse und es geht auch darum, wer die Deutungshoheit über die prähistorische Vergangenheit hat. Interessante Vorträge und Diskussionen konnten verfolgt werden. Ich hatte auch die Gelegenheit, über das Zusammenspiel von Paläogenetik und Urgeschichte in unserer eiszeitlichen Vergangenheit zu berichten (s. Powerslide Weniger_Paläogenetik_2013).

Zum Abschluß der Tagung wurde der Deutsche Studienpreis für Archäologie an Reena Perschke M.A. http://www.dguf.de/index.php?id=288 für ihre Studie “Ausgrabungen und Zerstörungen an den Megalithen von Carnac während der deutschen Besatzung der Bretagne (1940-1944)” verliehen. Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerin!

Mit den besten Grüßen aus dem Neanderthal

Gerd-Christian Weniger

Archäologie, Schule und Museum im Spannungsfeld kultureller Bildung

Mit 27 Vorträgen und 2 Exkursionen bot die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte in Dresden viele Anregungen.
Beispiele aus Museums- und Vermittlungspraxis gaben eine Einblick auf welchen unterschiedlichen Ebenen Archäologie in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt werden kann.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Vorträge mit der Analysen von Geschichts-Lehrwerken  [Dr. Miriam Sénécheau, Freiburg] mit der Archäologischen Denkmalpflege [Prof. Dr. Raimund Karl, Bangor] sowie wichtigen geschichtsdidaktischen Grundlagen [Prof. Wolfgang Hasberg, Köln und PD Dr. Christoph Kühberger, Salzburg].
Selbstverständlich war das Neanderthal Museum auf einer dieser Tagung ebenfalls vertreten. Wir präsentierten den Workshop “Humanevolution trifft Religion” als Beispiel einer dauerhaften Kooperation von Schule und Museum und analysierten in einem zweiten Vortrag verschiedene Formate der Wissenschaftskommunikation auf ihre Vor- und Nachteile.

Wenn Sie an mehr Details interessiert sind, empfehle ich Ihnen die nächsten Ausgabe der Zeitschrift “Archäologische Informationen”. Hier werden die Tagungsbeiträge veröffentlicht.

Herzlichen Gruß

Beate Schneider M.A.