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Im Sturz durch Raum und Zeit

Nach einem Ausflug in die unendlichen Weiten von Raum und Zeit sind wir wieder im Neandertal gelandet. Vom 31. Mai bis 2. Juni fand in Toulouse die alljährliche Tagung „Ecsite“ statt, eine Versammlung von europäischen Science Centern und Museen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Das Thema in diesem Jahr: „Space and Time Unlimited“ – passend zu Toulouse als Hauptsitz von Airbus. Toulouse ist eine wunderschöne, historische Stadt, die auf jeden Fall eine Reise wert ist. Das Stadtbild der „ville rose“ ist geprägt von roten Ziegelsteinbauten und unzähligen kleinen Gassen, die nur für Fußgänger zugänglich sind. Unser Gastgeber vor Ort war die Cité de l’espace, ein Erlebnispark zu Luft- und Raumfahrt. Dort konnten wir uns in die Sojus Kapsel quetschen, durch die Raumstation Mir spazieren und federleicht über den Mond hüpfen.

Ganze 990 Teilnehmer aus allen europäischen und auch aus noch weiter entfernten Ländern diskutierten über interaktive Ausstellungen, die Verbindung von Forschung und Öffentlichkeit, Evaluationen von Ausstellungen, Angebote für Schulklassen, Anwendung von Web 2.0 und so weiter. Acht Vorträge fanden jeweils parallel statt, es war also gar nicht so leicht, sich für einen zu entscheiden!

Auch das Neanderthal Museum war aktiv: Bärbel Auffermann organisierte eine Einheit zum Thema „Exhibiting Time Spans“ – darüber, wie große Zeiträume im Museum anschaulich dargestellt werden können. Acht Poster und Kurzvorträge aus fünf Ländern beleuchteten verschiedene Aspekte des Themas, dann wurde lebhaft diskutiert – übrigens sehr viel lebhafter als auf rein deutschen Tagungen! Claudia Pingel und Kerstin Pannhorst stellten dabei eine Studie über den Umgang von Besuchern mit Zeit-Exponaten und über deren Konzepte von Zeit vor. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an alle, die unseren Fragebogen ausgefüllt haben!

Bärbel Auffermann präsentierte schließlich noch vor großem Publikum unsere aktuelle Ausstellung „Wie Menschen Affen Sehen“, die noch bis zum 21. Oktober bei uns zu sehen ist, und dann hoffentlich weiter durch Europa reisen wird.

Mitgenommen haben wir einen ganzen Berg an Inspiration, der uns sicher mindestens bis zur nächsten Ecsite reichen wird. Gelernt haben wir auch vieles, zum Beispiel dass uns die Kollegen aus Großbrittanien und den USA sowohl in Sachen Evaluation von Ausstellungen als auch in Sachen Web 2.0 Aktivitäten weit voraus sind – da können wir nur staunen.

Bärbel Auffermann, Kerstin Pannhorst, Claudia Pingel

PS: Wer findet uns auf dem Bild unten? 🙂

Alle Jahre wieder: Ecsite-Tagung, 2011 in Warschau

Beate Schneider und ich sind am Wochenende von der diesjährigen Ecsite-Tagung zurückgekehrt http://www.ecsite.eu/annual_conference. Dieses Jahr fand sie im neuen Kopernikus Science Centre in Warschau statt http://www.kopernik.org.pl/. Es war wieder ein intensiver mehrtägiger Austausch zwischen Kollegen aus Science Centres und Museen weltweit. Zu sämtlichen Arbeitsbereichen dieser Institutionen gab es Austausch und wertvolle Anregungen. Vom Ausstellungsmanagement über Kooperationen, Besucherführung, Pädagogik, Marketing, Evaluation und und und. Ich habe unsere Wanderausstellungen präsentiert und hoffe nun auf neue Interessenten.

Warschau haben wir als junge, lebendige Stadt wahrgenommen. Höhepunkt war wieder einmal das Gala Dinner, dieses Jahr in den Kubicki Arkaden unterhalb der Burg. Noch mehr Eindrücke gibt’s hier:

Beste Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann