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Ice Age Europe in kroatischer Hitze

Ende vergangener Woche waren Herr Weniger und ich zu einem Treffen mit Kollegen anderer europäischer eiszeitlicher Fundstellenmuseen in Zagreb und Krapina, Kroatien. Dem Ziel, ein gemeinsames kulturtouristisches Netzwerk aufzubauen sind wir ein kleines Stück näher gekommen. Wir haben auch einen Namen gefunden: Ice Age Europe. Die kroatischen Gastgeber haben uns sehr gastfreundlich aufgenommen. Donnerstagabend durften wir das Halbfinale schauen ( : ) ). Es war auch Gelegenheit, die beiden berühmten Neanderthaler-Fundstellen Krapina und Vindija zu besichtigen. Ähnlichkeiten der Architektur des Neanderthal Museums in Krapina mit unserem Museum sind nicht zufällig… In Zagreb zeigte uns Jakov Radovcic die gesamte Sammlung Neanderthalerreste aus Krapina. Eine beeindruckende Fülle an Originalknochen! – Auf dem einen Foto bitte den Aufkleber auf dem Tresorschrank beachten!

Ein Tipp für Zagreb-Reisende: Das Museum of Broken Relationships ist unbedingt eine Reise wert!

 

Beste Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann 

 

A new star is born

Am Freitag wurde an der Neanderthaler-Fundstelle Spy in Belgien ein neues, kleines aber feines Museum eingeweiht.  Herzstück der Ausstellung ist eine neue Rekonstruktion von Alfons und Adrie Kennis, die auch unseren Neanderthaler angefertigt haben. „Spyrou“ schaut ähnlich entspannt in unsere Welt. Basis der Rekonstruktion ist ein Scan der Originalknochen des Neanderthalers Spy II, die im Naturkundemuseum Brüssel aufbewahrt werden, mehr dazu.  Wir begrüßen Spyrou herzlich und wünschen ihm viele interessierte Besucher.

Beste Grüße aus dem Neandertal

Bärbel Auffermann

Fundorte Europas, vereinigt euch

Gestern und heute war im Neanderthal Museum ein buntes Sprachengewirr zu hören. Grund: der internationale Workshop „Pleistocene People and Places. Launching a European Network“.

Genauso, wie das Neanderthal Museum am Fundort des namengebenden Skeletts gebaut wurde, sind auch an anderen Orten, an denen wichtige Funde aus der Zeit der frühen Menschen gemacht wurden, Museen und Informationszentren entstanden. Nun haben sich erstmals Vertreter dieser Fundorte an einem Ort versammelt. Dazu sind Kollegen aus Großbritannien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Kroatien, Italien und Spanien in das Neandertal gereist.

Für alle Beteiligten war es sehr spannend, sich mit Kollegen aus so vielen Ecken Europas austauschen zu können. Ziel des Workshops war es, den gegenseitigen Austausch durch die Gründung eines Europäischen Netzwerks solcher Fundorte zu verstärken. Der Austausch auf der persönlichen Ebene war sehr fruchtbar, nun muss dieser Impuls noch auf die Ebene der Institutionen übertragen werden.

Schon jetzt fest steht jedenfalls die nächste Urlaubsplanung: es gibt so viele spannende prähistorische Museen zu entdecken, die teilweise auch noch wunderschön gelegen sind!

Salut, ciao und adiós

Kerstin Pannhorst