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Treffen in der Hauptstadt der Urgeschichte (“Capitale de la Préhistoire”)

Vertreter der am kulturtouristischen Netzwerk Ice Age Europe teilnehmenden Fundstellenmuseen haben sich vergangenen Freitag im Pole International de la Préhistoire in Les Eyzies
getroffen. Die Führung durch das PIP durch den Direktor, Gilles Muhlach-Chen, war beeindruckend. Das PIP ist ein Besucherzentrum, das in lichtdurchfluteter moderner Architektur über die eiszeitlichen Fundstellen in der Region und die Besichtigungsmöglichkeiten informiert. Neben einem großen Vortragssaal, Bibliothek und Shop verfügt es über mehrere Räume für die Museumspädagogik, die von Schulklassen wie auch von Urlaubskindern genutzt werden können. Wir waren fast neidisch auf die gut durchdachten Ausgrabungsflächen für Gruppen. Jedes Kind bekommt ein Quadrat zugewiesen und lernt Grabungs- und Dokumentationsmethoden kennen.

Die Hälfte der Netzwerkpartner hatte sich auf den Weg nach Südwestfrankreich gemacht und wir haben intensiv diskutiert, wie wir das Netzwerk weiter entwickeln können. Trotz Unterschieden der einzelnen Institutionen in Hinblick auf Lage, Flächen und Besucherzahlen gibt es genügend gemeinsame Interessen z.B. im Bereich der Serviceorientiertheit, der Pädagogik und der Ausstellungen, um sinnvolle EU-geförderte Projekte ins Leben zu rufen. Zunächst werden wir aber eine spannende Website entwickeln. Bereits aktiv sind wir auf Facebook: https://www.facebook.com/IceAgeEurope. Les Eyzies ist für Steinzeitarchäologen immer eine Reise wert, auch wenn sie noch so kurz ist. Die Fundstellendichte ist überwältigend, man geht wirklich auf „historischem prähistorischem Boden“. Übernachtet wurde im Hotel Cro Magnon, direkt neben dem Abri Cro Magnon.
Ein großer Dank geht an Maggy Berthier vom PIP für die reibungslose Organisation.
A bientôt, See you soon, Hasta luego!

Bärbel Auffermann
Gerd-Christian Weniger

Ice Age Europe in kroatischer Hitze

Ende vergangener Woche waren Herr Weniger und ich zu einem Treffen mit Kollegen anderer europäischer eiszeitlicher Fundstellenmuseen in Zagreb und Krapina, Kroatien. Dem Ziel, ein gemeinsames kulturtouristisches Netzwerk aufzubauen sind wir ein kleines Stück näher gekommen. Wir haben auch einen Namen gefunden: Ice Age Europe. Die kroatischen Gastgeber haben uns sehr gastfreundlich aufgenommen. Donnerstagabend durften wir das Halbfinale schauen ( : ) ). Es war auch Gelegenheit, die beiden berühmten Neanderthaler-Fundstellen Krapina und Vindija zu besichtigen. Ähnlichkeiten der Architektur des Neanderthal Museums in Krapina mit unserem Museum sind nicht zufällig… In Zagreb zeigte uns Jakov Radovcic die gesamte Sammlung Neanderthalerreste aus Krapina. Eine beeindruckende Fülle an Originalknochen! – Auf dem einen Foto bitte den Aufkleber auf dem Tresorschrank beachten!

Ein Tipp für Zagreb-Reisende: Das Museum of Broken Relationships ist unbedingt eine Reise wert!

 

Beste Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann