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Nächtliches Geheul im Museum – KinderWölfeNacht

 Freitag, 25. Januar 2013: Um Punkt 18.00 Uhr tummelt es sich im Foyer des Neanderthal Museums. Normalerweise schließen um diese Zeit die Museumstüren, doch an bestimmten Abenden im Jahr bleiben die Türen offen und Familien können durch Führungen und Aktionen die aktuelle Sonderausstellung erleben – so auch bei der KinderWölfeNacht.

Neben einer Rotkäppchenführung durch die Sonderausstellung mit abschließendem Wolfgeheul, konnten die kleinen und großen Besucher in der Dauerausstellung erkunden, was es um den Wolf herum alles zu entdecken und auszuprobieren gibt. So musste an einer Station die Tagesration eines Wolfes – ganze 4 kg – erbeutet werden. Außerdem konnte jeder testen, wie gut die eigene Nase wirklich ist. Kann man Pfefferminze von Orange unterscheiden oder Gummibärchen von Cola? Dieses und vieles mehr haben die Supernasen erkannt.

Mit viel Geschick und Freude wurden Schlüsselanhänger in Form von Wölfen und Hasen  gebastelt. Und natürlich darf bei einer Museumsnacht Farbe nicht fehlen. Kindergesichter wurden zu lachenden Wolfsgesichtern und sogar vor den Händen machte die Farbe nicht halt – weiße Handschuhe wurden mit Farbe und Fantasie zu Wolfspfoten mit Krallen.

Für die Künstler unter den Wolffans gab es die Möglichkeit einen Wolfcomic zu zeichnen und das Kunstwerk anschließend mit nach Hause zu nehmen. Nach einem Abend mit so vielen begeisterten Besuchern, freuen wir uns schon auf die nächste Museumsnacht. Unsere Ausstellung „Wölfe“ ist noch bis zum 17. März zu sehen.

Grüße aus der Steinzeitwerkstatt

Nina Kliemke

 

Der U18-ArchäoForscher-Club auf großer Fahrt!

Endlich war es soweit: In den Herbstferien fand die große Exkursion zur Blätterhöhle in Hagen statt! Am Morgen trafen sich die Kinder am Museum und fuhren mit dem Museumsbus nach Hagen. An der Höhle erwartete uns schon der leitende Ausgräber und Archäologe, PD. Dr. Jörg Orschiedt, der uns viele interessante Dinge über die Menschen, die in der Steinzeit und danach die Höhle genutzt hatten, erzählte. Nach der Sicherheitseinführung bekam jedes Kind einen Helm mit Lampe, und der Einstieg konnte beginnen. Kopfüber mussten sich alle in und durch die Höhle robben bis zu dem Punkt, an dem die Grabungen momentan voran gehen. Wir sahen Tier- und einen Menschenknochen im Profil und lauschten der Stille im Inneren der Höhle. Danach begann der anstrengende Aufstieg!

Nach diesem Kraftakt machten wir ein Picknick auf einem nahe gelegenen Spielplatz, bevor wir die Heimfahrt antraten. Allen hat die Exkursion sehr viel Spaß gemacht, auch wenn die Enge der Höhle Einige sehr überrascht hat.

Der Jugend- und Kinderclub der Neanderthaler Gesellschaft e.V. trifft sich regelmäßig alle 14 Tage, dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr, außer in den Ferien. Wer mindestens 10 Jahre alt ist, kann gerne mitmachen. Meldet Euch einfach bei mir unter den folgenden Kontaktmöglichkeiten: 02104.979753 oder per e-mail an: pingel@neanderthal.

Die Blätterhöhle wird seit 2004 wissenschaftlich ausgegraben. Inzwischen wurden menschliche und tierische Skelettreste sowie Artefakte von der Mittelsteinzeit bis zur Bronzezeit entdeckt. Mit einem Alter von bis zu 10.850 Jahren sind die Funde derzeit die ältesten Nachweise für anatomisch moderne Menschen in Westfalen und im Ruhrgebiet.

Herbstliche Grüße aus dem Tal,

Claudia Pingel, Museumspädagogin

 

Der U18-ArchäoForscher-Club geht in die Sommerpause!

Seit April diesen Jahres gibt es am Neanderthal Museum einen Kinder- und Jugendclub: unseren U18-ArchäoForscher-Club! Alle zwei Wochen treffen wir uns dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr in der Steinzeitwerkstatt. Gestern fand unser letztes reguläres Treffen vor den großen Sommerferien statt. Zeit, einmal die bisherige Clubarbeit zu reflektieren und Wünsche für die Zukunft zu äußern, aber nicht durch mich, sondern von den Clubmitgliedern selbst:

Mir hat bisher am besten gefallen, dass wir Feuer gemacht haben. Ich wünsche mir, dass wir mal „Nachts im Museum“ verstecken spielen (Christian, 12 Jahre).

Ich freue mich darauf, einen Bogen zu bauen und mit meinen Freunden abzuhängen (Fabian, 12 Jahre).

Ich fand bisher das Vulkanbauen mit LEGO am besten. Ich würde gerne noch mit dem U18-Club wandern gehen (Jonas, 12 Jahre).

Ich bin hier, weil ich die Projekte lustig und interessant finde. Ich wünsche mir, dass wir alle Sachen, die wir basteln in einen Lederbeutel tun und dann behalten dürfen (Luis, 10 Jahre).

Am besten war es, mit dem Bogen und der Speerschleuder zu schießen. Ich will einen Bogen bauen und im Felsen klettern, das wünsche ich mir (Marcel, 13 Jahre).

Ich bin im U18-Club, weil mir das viel Spaß macht. Ich freue mich auf die Exkursion in die Blätterhöhle (Mick, 10 Jahre).

Ich bin hier im U18-Club, weil ich mich einfach sehr für Steinzeit interessiere und es mir Spaß macht, mit anderen über den Neandertaler zu diskutieren und zu spekulieren (Paul, 12 Jahre).

Am besten gefallen hat mir, als wir einen Höhlenparkour gemacht haben. Ich würde gerne mit dem Club einen Nachmittag wie ein Steinzeitmensch leben und eine Nacht im Museum verbringen (Rebecca, 9 Jahre).

Ich bin hier, weil ich sehr abenteuerlustig bin, weil ich die Natur liebe und weil man viele interessante Projekte macht. Ich freue mich auf die Exkursion in die Blätterhöhle und darauf, die Tarpane im Neandertal zu besuchen, denn das ist echt schön (Sarita, 11 Jahre).

Alle freuen wir uns auf die gemeinsame Exkursion zu einer echten archäologischen Ausgrabung in der Blätterhöhle/ Hagen am Samstag, den 9. Juli. Das wird unser krönender Schuljahresabschluss! Nach den Sommerferien treffen wir uns erstmalig wieder am Dienstag, den 20. September um 16.00 Uhr! Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich eingeladen, denn noch gibt es einige Plätze im Club. Meldet Euch einfach bei mir (pingel@neanderthal.de oder 02104.979753)!

Sonnige Grüsse von Claudia Pingel (U18- ArchäoForscher-Clubkoordinatorin)