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Bildungswoche „Entwicklung Mensch“ für Pädagogen, Referendare und Erzieher

Am Dienstag dem 14.9. und Mittwoch dem 15.9. fanden zwei Bildungstage für PädagogInnen, ReferendarInnen und ErzieherInnen statt. Insgesamt hatten sich für die zwei Tage etwa 50 TeilnehmerInnen angemeldet, denen das museumspädagogische Angebot und dessen Einbindungsmöglichkeit in den Unterricht vorgestellt wurde. An beiden Tagen konnten die TeilnehmerInnen verschiedene Führungen und Workshopangeboten, aus dem Programm wählen.

Nach einer Einführung, bei Kaffee und Keksen, durch Beate Schneider, Leiterin der Museumspädagogik, zum Angebot der Führungen und Workshops, lag dienstags der Schwerpunkt auf der Evolution und war daher besonders für LehrerInnen der Biologie in den Sekundarstufen I und II gedacht. Danach konnte man zwischen verschiedenen Führungen zum Thema Evolution wählen und im Anschluss an die Führungen, folgte ein kleiner Spaziergang zur Steinzeitwerkstatt. Hier versuchten sich einige LehrerInnen an der Bestimmung der Schädel im Workshop Abgusssammlung und eine zweite Gruppe ließ sich den noch recht neuen Workshop Fossiler Fund: Affe oder Mensch? erläutern.

Mittwochs ging es nach der Begrüßung und Einführung mit Führungen „Projekt Menschwerdung“ und „Neanderthaler und Co.“ weiter. Das Mittwochsangebot war vor allem für GeschichtslehrerInnen, aber auch BiologielehrerInnen der Sekundarstufe I vorgesehen. Nach den Führungen wurden deshalb in der Steinzeitwerkstatt eine große Auswahl unserer Workshops präsentiert. Die LehrerInne, die sich für das Thema Kriminalbiologie entschieden hatten, durften beispielsweise selber einmal ausprobieren, ob sie Geschlecht, Alter und Größe an den Knochen ablesen können.

Zum Schluss ist noch anzumerken, dass der Steinzeitkoffer, der erst ab1.10. für die Schulen zum Ausleihen bereit steht, schon die ersten Buchungen verzeichnet.

Die zwei Tage hinterließen den Eindruck, dass es den Lehrern und Lehrerinnen durchaus Spaß machte und sie Anregungen für den Unterricht mitnehmen konnten. Dieser deckt sich auch mit der abschließend durchgeführten Evaluation die sehr positiv ausfiel.

Wir würden uns freuen die Lehrer mit ihren Schülern wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Grüße aus dem Neanderthal,

Freya Köhler, Volontärin Museumspädagogik

Angehende Lehrer entdecken das Neanderthal Museum als außerschulischen Lernort

Am vergangenen Donnerstag besuchten neun angehende Gymnasiallehrer vom Studienseminar in Kleve das Neanderthal Museum. In einer zweistündigen Lehrerfortbildung, die seit Beginn dieses Jahres gebucht werden können, habe ich versucht, ihnen das Museum als außerschulischen Lernort vorzustellen. Keine leichte Aufgabe, da es neben dem Museum die Steinzeitwerkstatt,den Kunstpfad, die Fundstelle sowie das Wildgehege gibt, an dem inhaltsvermittelnde Programme durchgeführt werden.

Gestartet sind wir im Museum, das auch für die angehenden Lehrer teilweise noch „Neuland“ war. Deshalb war es für alle Beteiligten genauso spannend, etwas über den Neanderthaler und das Leben in der Steinzeit zu erfahren, wie über die Führungskonzepte und Vermittlungsformen, die wir bei den Besuchen der unterschiedlichsten Schulklassen, je nach Klassenstufe und besonderer Bedürfnisse, anbieten und wählen.

Nach einer Stippvisite auf dem Kunstpfad, bei der wir eine Weile vor dem Werk „MEMORIA MUNDI“ von Anne und Patrick Poirier verweilen konnten, zog es uns in die Steinzeitwerkstatt! Nach einer kurzen Vorstellung der insgesamt 15 Workshops, die hier zum Thema „Steinzeit“,  „Humanevolution“ und „Kriminalbiologie“ angeboten werden, durften endlich alle Hand anlegen, selber ausprobieren und machen. Besonders beliebt war das Schießen mit dem Speer und der Speerschleuder, die große Jagdtechnologie vor Erfindung von Pfeil und Bogen. Schnell wurde klar, wenn wir heute in die Steinzeit versetzt würden, hätten wir es sehr schwer, satt zu werden. Uns fehlt einfach zu viel Wissen über die Jagd selbst und die langjährige Übung im Umgang mit den Jagdwaffen! Ratzfatz war die Zeit vorbei, dabei hätte es noch viel zu entdecken gegeben!

Ich hoffe, allen Beteiligten hat es soviel Spaß gemacht wie mir!

Beste Grüße aus dem sonnigen Neandertal, Claudia Pingel, Museumspädagogik