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Diversity Challenge

Diversity. Seit einigen Jahren kommt man gefühlt nicht mehr an diesem geheimnisvollen Wort vorbei. Dabei wissen die Wenigsten, was diese neun Buchstaben eigentlich beinhalten. Übersetzt heißt „Diversity“ Vielfalt, doch die gesellschaftliche Bedeutung – gerade in einer multikulturellen Gesellschaft wie unseren – wird meist unterschätzt. Diversity steht für die Akzeptanz jeglicher persönlicher Dimensionen eines Menschen. Darunter fallen Dimensionen wie Alter, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, physische Fähigkeiten und Religion/ Weltanschauung:

Grafik Diversity Dimensionen Quelle: https://www.charta-der-vielfalt.de/die-charta/, letzter Zugriff am 26.07.2018

Dieses Mosaik aus persönlichen Bausteinen kann man noch um zahlreiche Dimensionen erweitern. Für unsere Gesellschaft, die von Tag zu Tag diverser wird, ist es unglaublich wichtig, dass Themen wie ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Identität jeglicher Formen anerkannt und lebenswert gestaltet werden. Kleine Schritte wie ein D für Divers auf Stellenausschreibungen, anstatt wie vorher nur W und M, könnten schon viel verändern, damit sich Menschen akzeptierter und wohler in unserer Gesellschaft fühlen.

Die Charta für Vielfalt e.V. hat sich genau dies auf die Fahne geschrieben und startete einen Diversitätswettbewerb. Die Diversity Challenge der Charta für Vielfalt e.V. startete dieses Jahr und beinhaltet Wettbewerbsbeträge von vielen verschiedenen Institutionen und Gewerben (s. Video). Bis März 2019 erarbeiten die Gruppen in einem Projekt, wie man Diversity in ihrer Institution besser eingliedern und wie man auf Diversity besser aufmerksam machen könnte.

Wir vom Neanderthal Museum haben mit großer Freude eine Anmeldung für den Wettbewerb losgeschickt und sind über die Annahme sehr glücklich. In den nächsten Wochen und Monaten wird unser Museum <3 Diversity-Team unser Projekt ausarbeiten und die Fortschritte auf den Social Media-Seiten des Museums beschreiben. Die Planung, wie wir für mehr Diversity einstehen wollen, ist schon abgeschlossen und unser roter Faden für das Projekt ist auch schon gefunden.

Bis zum nächsten Mal – immer schön divers bleiben.

Euer Museum<3Diversity-Team

(Autor: Dustin Welper, Museumsführer)

(Videolink: Erklär-Video Diversity Challenge)

#architectureMW – Neanderthal Museum

„Der Mensch ist mehr, als er von sich weiß. Er ist nicht, was er ein für alle Mal ist, sondern er ist der Weg.“ Mit diesen Worten eröffnete der damalige Ministerpräsident Dr.h.c. Johannes Rau am 10. Oktober 1996 – genau einhundertvierzig Jahre nach der Entdeckung der ersten Neanderthaler-Knochen im gleichnamigen Tal – das neue Neanderthal Museum in Mettmann und sprach damit bereits einen Kernaspekt der pädagogischen Gestaltung des Museums an. Im Jahr 2006, auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet und aktualisiert, thematisiert die Dauerausstellung des Museums, wie sich bereits aus dem Namen des Museums erahnen lässt, in seinem Schwerpunkt jedoch vor allem den in der menschlichen Evolutionsgeschichte neben Homo sapiens sapiens existierenden Homo sapiens neanderthalensis.

Zusätzlich vermittelt das Museum jedoch auch andere human-biologische und anthropologische Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte des Menschen. Von den frühesten Anfängen in der Savanne bis zu den hochentwickeltsten Techniken des Jetzt-Menschen wird den Besuchern auf 1.200 m² mithilfe von lebensechten Figuren, die auf Basis von Originalfunden rekonstruiert wurden, multimedialen Inszenierungen, Hörerlebnissen und den klassischen Medien, wie Exponaten und Lesetexten, die Forschungsgeschichte aus Archäologie und Paläoanthropologie näher gebracht. Im Anschluss an die Dauerausstellung, die sich in die fünf Themengebiete „Leben und Überleben“, „Werkzeug und Wissen“, „Mythos und Religion“, „Umwelt und Ernährung“, „Kommunikation und Gesellschaft“ einteilen lässt, ist in dem 250 m² großen Untergeschoss des Gebäudes die ca. drei- bis viermal jährlich wechselnde Sonderausstellung untergebracht. Das Gebäude in Form „eine[r] langsam aus der Erde ansteigende[n] Rampe, die sich über vier Ebenen erstreckt – [deutet bereits auf das] Sinnbild (…) allen Lebens – der spiralförmigen Doppelhelix“, Zeichen für die Evolution und ihre Unendlichkeit.

Ursprünglich war diese, beim ersten Eindruck eher plump wirkende Form, als zweiter Platz des Architekturwettbewerbs tituliert worden, welchen die Stiftung Neanderthal Museum für den Neubau beworben hatte. Der Entwurf von Günter Zamp Kelp, Juluis Krauss und Arno Brandhuber gewinnt jedoch nach einer Überplanung vor dem ursprünglichen Siegerbüro. Der geschlossene Betonkörper, mit einer Fassade aus Japanglas gewann in den Folgejahren zahlreiche Architekturwettbewerbe und begeistert in einer speziellen Architekturführung zahlreiche Besucher.

Neben Dauer- und Sonderausstellung im Museumsgebäude bildet die Museumspädagogik, untergebracht in der ca. 500 m vom Museum entfernt liegenden Steinzeitwerkstatt, einen weiteren Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit. Die parkähnlich gestaltete Fundstelle eröffnete im Jahr 2002 ihre Pforten, nachdem durch Ausgrabungen in den Jahren 1997 und 2000 die ehemalige Topografie des Fundgeländes (Feldhofer Grotte) rekonstruiert werden konnte. Der Kunstweg „Menschenspuren“ sowie das „Eiszeitliche Wildgehege“ ermöglichen es den Besuchern, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums die Spuren der Evolutionsgeschichte im Neandertal zu verfolgen.

 

Startschuss für Sonderausstellung fiel am vergangenen Freitag: Hohe Resonanz bei Presse und Publikum

Letzten Freitag war es endlich soweit. Die Eröffnung von „Galgen, Rad und Scheiterhaufen“ zog weit über 200 Gäste ins Neanderthal Museum. Und die waren von den Exponaten, den historischen Rekonstruktionen und der gesamten Inszenierung sichtlich begeistert. Auch die Besucherzahlen am ersten Wochenende von ca. 1500 sprechen für sich und läßt auf eine hohe Resonanz in den kommenden Wochen und Monaten vermuten. Das freut uns als Museum sehr und wir hoffen, dass die Ausstellung ebenso erfolgreich wird wie „Mythen & Monster“, „Loch im Kopf“ oder „100000 Jahre Sex“.

Hier noch ein paar Bildeindrücke von der Eröffnung am 19. Februar.


Folgend ein paar Presseberichte zur Ausstellung mit weitergehenden Infos zur „Galgen-Schau“. Der vorläufige Pressespiegel reicht vom Düsseldorfer Express über die NRZ und derwesten.de bis hin zum WDR:

http://www.nrw-tourismusmagazin.de/aktuelles/134/-galgen-rad-und-scheiterhaufen-einblicke-in-orte-des-grauens-

http://www.kaenguru-online.de/de/8.html?action=view&EventID=24107&DateID=44976

http://www.express.de/regional/duesseldorf/im-horror-kabinett-der-henker/-/2858/1187452/-/index.html

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1176112&kat=48

http://www.derwesten.de/staedte/kreis-mettmann/Gerechtigkeit-am-Pranger-id2617731.html

http://www.wz-newsline.de/?redid=761811

http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/19.02.2010-21.05/b/galgen-rad-und-scheiterhaufen.html

http://www.kultur-geniessen.de/content/view/959/25/

http://www.az-web.de/news/kultur-detail-az/1214353/Ausstellung-in-Mettmann-widmet-sich-Orten-des-Grauens

http://www.rp-online.de/duesseldorf/mettmann/nachrichten/mettmann/Ausstellung-ueber-Orte-des-Grauens_aid_821596.html

Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek

 

Nur noch 2 Tage zum Start der Sonderausstellung: Der EXPRESS berichtet vorab!

Das Presseecho zur neuen Sonderausstellung „Galgen Rad und Scheiterhaufen – Einblicke in orte des Grauens“, die am kommenden Samstag startet, wird immer größer. Vorgestern bescherte der Düsseldorfer EXPRESS uns einen Besuch im Neanderthal Museum. Das Ergebnis war ein großer Aufmacher in der aktuellen Ausgabe – ein mit vielen spannend inszenierten Fotos gespickter Artikel:

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Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek

Nur noch eine Woche: Einblicke in den Ausstellungsaufbau von „Galgen, Rad und Scheiterhaufen“

Nachdem nun alle Vitrinen aufgebaut sind und von der Haustechnik alle interaktiven Einheiten verkabelt wurden, steht das Gerüst für unsere neue Sonderausstellung „Galgen, Rad und Scheiterhaufen. Einblicke in Orte des Grauens“. Wenn morgen die visuellen Elemente geliefert werden, können wir am Montag endlich die Vitrinen mit den Leihgaben aus ganz Europa bestücken. Neben den Nachweisen der „Halsgerichtsbarkeit“ wie Richtschwerter, Richtbeil und Richtblock, sind auch Instrumente wie eine Daumenschraube dabei, die man „zur Wahrheitsfindung“ während der Folter einsetzte.

Bislang sind nur wenige der Richtstätten, die im Mittelalter und der Frühen Neuzeit vor nahezu jeder Stadt errichtet wurden, archäologisch untersucht. Die Ausgrabungen der Richtstätte Emmenbrücke bei Luzern in der Schweiz stellen daher eine Besonderheit dar. Unter und neben dem Galgen mit dreieckigem steinernem Grundriss fanden Archäologen und Anthropologen viele gut erhaltene Skelette von Hingerichteten. Aus den Prozessakten sind häufig das Sterbealter und die ausgeführte Strafen der Verurteilten bekannt, so dass durch anthropologische Untersuchungen ein Skelett einer Person zugewiesen werden kann. So geschehen bei Hans Waldesberg, dem 1630 oder 1636, wegen „reden wider die obrigkeit“ die rechte Hand abgehackt wurde. Anschließend enthauptete ihn der Henker. Sein Körper wurde „wie es üblich war“ an der Richtstätte vergraben.

Die Bildergalerie zeigt Einblicke in unseren Ausstellungsaufbau, u.a. die Montage vom Galgen und des Prangers vor dem Museum, das Aufstellen der Vitrinen und der „Galgen“-Schilder.

Von: Jan Graefe, wissenschaftlicher Volontär

 

„Galgen, Rad und Scheiterhaufen“ – erste Knochen und Schädelfragmente erreichen das Museum

Der Aufbau der neuen Sonderausstellung „Galgen, Rad und Scheiterhaufen – Einblicke in Orte des Grauens“ ist voll im Gange. Seit letzter Woche wird die Sonderausstellungsfläche umgebaut, Vitrinen werden montiert, Rekonstruktionen werden zusammengeschraubt. Heute nahm Jan Graefe, Wissenschaftlicher Volontär unseres Hauses, unter der Beaufsichtigung des Zolls die ersten Lieferungen von Knochen und Schädelfragmenten an, die in den kommenden Tagen in die Vitrinen wandern.

 

Jedoch müssen zuvor alle Boxen von Jan Graefe (hier in Zusammenarbeit mit unserer Praktikantin Johanna Hitz) auf ihren Inhalt kontrolliert werden. Einen ausführlichen, bebilderten Bericht vom Ausstellungsaufbau gibt es noch diese Woche von Jan Graefe.

 

Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek

Ausstellungstipp: Fotokünstlerin Helena Horzen setzt das Neanderthal Museum in Szene

Seit gestern gibt es für Freunde von Fotokunst eine kleine, aber dennoch besondere Ausstellung im Neanderthal Museum. Im Bereich vor dem Auditorium sind 9 großformatige Fotografien ausgestellt, die das Museumsgebäude und die Dauerausstellung in einem ganz neuen Licht zeigen.

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Helena Horzen, Fotografin und Innenarchitektin aus Hilden, nimmt in den 3 ausgestellten Serien „Voyeur“, „Flaneur“ und „Raconteur“ vielfältige Blickwinkel ein. Mit dabei sind unter anderem illuminierte Nachtaufnahmen oder auch in einer weißen Winterlandschaft. Die kontrastreichen Aufnahmen sind zum Teil vierfach gedruckt, sodass die Motive nahezu plastisch wirken.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten (Di-So, 10 – 18 Uhr) bis einschließlich 2. Mai 2010 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek

Schritt für Schritt ins Mitmach-Web – Der Neanderthaler via Blog, Facebook und Twitter

Die ersten Schritte im Web 2.0 hat der Neanderthaler schon gemeistert. Ein Blog ist beim Anbieter „Posterous“ eingerichtet und kann auch ab sofort per RSS-Feed abonniert werden. Darüber hinaus ist der Twitter-Account eingerichtet, der ab sofort jeden Tag für Infos und Meldungen aus dem Neandertal genutzt wird. Bei Facebook können man Fan des Museums werden. Dort warten in den nächsten Woche einige Gewinnaktionen zum Neanderthaler auf die Web 2.0-Besucherinnen und Besucher.

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Weitere Netzwerke und Social Media-Anwendungen folgen nun in den nächsten Tagen. Neben Youtube werden wir auch Flickr nutzen, um Bildergalerien zu Ausstellungen, Aktionen, Events und Veranstaltungen im Internet zu zeigen. Natürlich werden alle Aktualisierungen über die bestehenden Portale gemeldet! Auf unserer Website www.neanderthal.de kann man sich über unsere Web 2.0-Dienste informieren.

Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek

Start des Neanderthal Museums ins Social Web – „Mr. N“ ist unsere Galionsfigur

Das Neanderthal Museum: Web 1.0 + Web 2.0

Seit nunmehr 1 ½ Jahren ist die neue Seite www.neanderthal.de mit einem neuen Gesicht im Web 1.0. Seitdem ist viel passiert, die Resonanz unserer Besucherinnen und Besucher auf die neue Website war äußerst positiv. Nun wagen wir uns mit dem Neanderthal Museum noch einen Schritt weiter. Das neue Internet heißt „Mitmach-Web“ oder auch „Web 2.0“. Auf sozialen Netzwerken und Communities kann jeder angemeldete Internetnutzer Beiträge, die veröffentlich werden, lesen, kommentieren, weiterleiten, empfehlen, mit anderen teilen, einbinden und vieles mehr. Das Ganze nennt sich „user generated content“ und bestimmt seit einiger Zeit das Geschehen im World Wide Web. Dies bietet für uns die Möglichkeit, den Namen des Neanderthalers noch weiter in die Welt zu kommunizieren.

Mr. N. zwitschert nun aus dem Neandertal!

Für die Kommunikation in die Welt hinaus schicken wir unseren bekanntesten Steinzeitmenschen „Mr. N“ ins Web 2.0. Er wird via Twitter „zwitschern“, hat eine eigene Fanseite auf Facebook und auf weiteren Plattformen ab jetzt vom Leben aus dem Tal berichten, Ankündigungen machen, auf Veranstaltungen rund um das Neanderthal hinweisen, Blicke hinter die Museumskulisse zeigen, Bilder wie auch Filme im Netz verbreiten, und und und. Im Neanderthal Museum passiert täglich so viel, dass wir Sie durch „Mr. N“ gerne tagesaktuell und auf dem schnellsten Wege auf dem laufenden halten möchten.

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Evolution ist alles – das sagte schon Darwin

Das auch ein cleverer Neanderthaler wie „Mr. N“ nicht von heute auf morgen nicht überall im Internet vertreten sein kann, erklärt sich von selbst. Schritt für Schritt wagt er sich an die einzelnen „Social Communities“ und „Social Media“ heran und versucht so, langsam das Netzwerk zu vergrößern. Der Start findet sich hier mit dem Blog. Von hier aus kann jeder, der das Online-Tagebuch abonniert, mitlesen, wo der Neanderthaler und das Museum demnächst vertreten sein werden. Zusätzlich werden alle aktuellsten News hier zu finden sind. Unser Prinzip der Web 2.0-Entwicklung ist mit einem Wort zu beschreiben, welches bei Darwin schon eine hohe Bedeutung hatte: Evolution. Wir freuen uns auf die Zukunft im Social Web, auf Feedbacks und Kommentare jeglicher Art, Verbesserungsvorschläge sowie Lob und Tadel.

Und nun viel Spaß beim Entdecken des Web 2.0 mit unserem Neanderthaler „Mr. N“!

Von: Sebastian Hartmann aus der Mediathek