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Praktikum im Neanderthal Museum

Studenten an einer Geisteswissenschaftlichen Fakultät werden das Problem kennen. Die ewige Frage, was genau man denn mit dem Studium machen will. Als Taxifahrer würden wir doch sowieso alle enden. Muss man sich halt früh eine Alternative suchen. Lehrer scheint hierfür immer die Patentlösung zu sein, jedoch nicht meine. Museum klingt doch wesentlich spannender. Auf die Frage, was genau man im Museum macht, wusste ich bislang jedoch keine Antwort. Also, Bewerbung schreiben, abschicken und los geht’s mit meinem Praktikum im Neanderthal Museum. Und damit ihr in Zukunft wisst, was man im Museum alles machen kann, erzähl ich euch jetzt ein bisschen was im Museum Blog.

Arbeitsbeginn war zwischen acht und neun, eine ziemliche Überwindung, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich Semesterferien habe. Wenn ich dann aber im Museum ankam, war das Aufstehen aber eigentlich gar nicht mehr so schlimm.

Eigentlich verlief in meinem Praktikum kein Tag, wie der andere. Mal half ich in der Mediathek aus, ein anderes Mal bei den Workshops, in denen die Kinder zum Beispiel Steinzeitschmuck basteln können. Am besten hat mir jedoch die Arbeit an der neuen Sonderausstellung „Schamanen“ gefallen, die ihr ab dem 10. Mai im Museum bewundern könnt. Audiotexte müssen geschrieben werden, Vitrinen vermessen und „schamanische“ Deko passend zu den Ausstellungsstücken ausgewählt werden.

Auch für die Ausstellung „Giganten“, die während meines Praktikums nach Mistelbach verliehen wurde, war allerhand zu tun. Alle Ausstellungselemente mussten zusammengesucht und sicher verpackt werden. Nicht zuletzt musste ein ganzes Steinzeitzelt aus Leder genäht werden, wo ich als Praktikantin natürlich zur Hand ging.

Doch auch Mr. N und die Dauerausstellung kamen natürlich nicht zu kurz. Hier müssen schließlich auch regelmäßig Ausstellungsstücke und Vitrinen kontrolliert und in Stand gehalten werden.

Und wenn mal nichts für die Ausstellungen zu tun war, dann hab ich Kleinigkeiten erledigt, Adressen eingepflegt, Infomappen gepackt, oder den Kahlschlag im Neandertal dokumentiert.

Kurzum, ein Praktikum im Neanderthal Museum lohnt sich auf jeden Fall! Ihr solltet also ganz schnell zur Post gehen und eure Bewerbung abschicken!

 

Liebe Grüße

Eure Judith Wonke

Praktikum im Neanderthal Museum: Nadja Erdinger berichtet auf unserem Blog (Teil 2/2)

Hier kommt der 2. Teil des Praktikumsberichtes von Nadja Erdinger:

Hallo, ich bin’s wieder.

So, nun habe ich leider auch schon meine zweite Praktikumswoche im Neanderthal Museum hinter mir. Und sie verging, wie ich es mir gedacht hatte, wirklich ziemlich schnell. Schade eigentlich, ich wäre gerne länger hier geblieben.

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Naja, so war meine Woche im Museum:

Der Montagmorgen fing damit an, dass ich wieder einige kleinere Aufgaben an meinem Schreibtisch erledigte, bevor ich runter zu Herr Hartmann in die Mediathek ging und ihm dort half. Ich inventarisierte Bücher, Vorträge und Zeitschriften und räumte anschließend Bücherstapel in die großen Regale ein. Da an diesem Tag fast das ganze Team eine lange Besprechung hatte, bereitete ich für Frau Schneider, die Leiterin der Museumspädagogik, Mappen für einen Workshop einer Sekundarstufe II vor. So einen Workshop zum Thema ’Humanevolution’ habe ich mir dann am Dienstag in der Steinzeitwerkstatt auch angeguckt. Sehr spannend! Nachmittags saß ich dann wieder bei Herrn Hartmann in der Mediathek. 

Am Mittwoch kam mein Geschichtslehrer vorbei, um sich anzusehen, wie mein Praktikum hier so verlief. Mit ihm bin ich durch das Museum gegangen, wir haben zum Schluss dann noch einen Kaffee zusammen getrunken und haben über mein Praktikum und dessen Bericht gesprochen, bevor er gegangen ist. Donnerstag habe ich im Museum dann ein paar Plakate für die Filmvorstellung von ’AO – Der letzte Neandertaler’ (am 13.03. um 10 Uhr)aufgehängt, bevor das Museum öffnete. Danach war ich die meiste Zeit mit Julian, der sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur im Neanderthal Museum macht, zusammen in der Steinzeitwerkstatt, wo wir aus Speckstein kleine Mammuts mit einer Kreissäge ausgeschnitten und Feuersteine zerschlagen haben. Wir hatten wirklich eine Menge Spaß! 🙂

Und dann war auch schon mein letzter Tag als Praktikantin gekommen. Morgens habe ich wie immer wieder kleinere Aufgaben gemacht, wie Buchungsbelege sortiert, Flyer kopiert, Bücher eingeräumt oder mit dem Intranet gearbeitet. Nachher bin ich dann nach oben gegangen und habe dabei geholfen Experimentierboxen zusammen zu stellen und zu vervollständigen. Zum Schluss bin ich mit Julian runter in die Werkstatt gegangen. Dort haben wir dann einen Mammutzahn mit Silikon überzogen, damit man nach zwei Tagen das Silikon wieder von dem Zahn abziehen und dann ein Abguss angefertigt werden kann. Ein schöner Abschluss!

Um 13:20 Uhr bin ich dann aus dem Gebäude gegangen, nachdem ich mich bei allen verabschiedet habe, die mir über den Weg gelaufen sind. Und welch’ ein Zufall! Wieder einmal hatte ich den Bus verpasst, wie schon so oft, also ging ich ins Museum zurück. Aber nach einer halben Stunde kam dann auch der Bus. Das war mein Praktikum nur in groben Zügen. Ich habe so viel erlebt, das hätte ich nicht alles aufschreiben können.

Es war eine schöne Zeit! 🙂 Ein wirklich großes Danke an das ganze Team!

Nadja Kristin Erdinger

P.S.: Und ich bleibe bei meinem Entschluss: Ein Praktikum im Neanderthal Museum lohnt sich auf alle Fälle und ich würde es wieder tun! 🙂

Praktikum im Neanderthal Museum: Nadja Erdinger berichtet auf unserem Blog (Teil 1/2)

Erstmals schreibt neben den vielen Mitarbeitern/innen des Neanderthal Museums eine Praktikantin auf dem Neanderblog über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse bei uns im Haus. Viel Spaß beim Lesen:

Hallo,? mein Name ist Nadja und gehe zurzeit in die 10./11. Klasse des Homburgischen Gymnasiums in Nümbrecht und mache gerade mein zweiwöchiges Praktikum im Neanderthal Museum.? Als man uns letztes Jahr im Herbst in meinem Gymnasium sagte, wir würden im Frühling dieses Jahres die Möglichkeit haben, ein Praktikum in einem Betrieb unserer Wahl zu machen, stand für mich sofort fest: Ich möchte ein Praktikum in einem Bereich machen, der mich auch wirklich interessiert, in diesem Fall Geschichte. Ich könnte ja ein Praktikum in der Nähe meiner früheren Heimat Wülfrath machen und kam so auf die Idee mich im Neanderthal Museum zu bewerben, was zum Glück auch geklappt hat.

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Nun, die erste Woche, die meiner Meinung nach viel zu schnell vorbei gegangen ist, hab ich hinter mir und ich erzähl einfach mal wie sie so war:? An meinem ersten Arbeitstag hat man mich ganz herzlich aufgenommen und mir alles gezeigt. Ich lernte größtenteils das Team kennen und bekam zum Einstieg einige kleinere Aufgaben im Verwaltungsgebäude zugeteilt. ?Der zweite Tag war dann schon etwas anspruchsvoller. Da in dieser Woche ein großer Personalmangel herrschte, hat man mir die Aufgabe zugetragen, im Museum auszuhelfen. Also gehörte ich für die nächsten zwei Tage zur Aufsicht, d.h. durch das Gebäude zu gehen und aufzupassen, dass alles gut verläuft und sich die Besucher wohl führen. Damit das nicht zu eintönig wird, wechselte ich mich alle 30 Minuten mit demjenigen ab, der zurzeit unten in der Sonderausstellung aufpasste. Am vierten Tag saß ich auch vormittags zur Aufsicht im Museum, aber am Nachmittag zeigte man mir die Mediathek, in der ich in der nächsten Woche Zeit verbringen werde. ?

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Der letzte Tag meiner ersten Woche war etwas besonderes, denn Freitag fand die KinderMammutNacht statt. Ich kam nicht wie gewohnt um 9 Uhr morgens, sondern erst um 16 Uhr und half beim Aufbau und bei den Vorbereitungen zur KiMaNa. Um 18 Uhr ging es dann los und die Kinder strömten ins Museum. Gleich im Eingangsbereich saß ich an dem Stand, an dem man Papier schöpfen und nachher sein getrocknetes Blatt Papier mit nach Hause nehmen konnte. Diese Station war ein so großer Erfolg, dass wir mit dem Trocknen der feuchten Blätter gar nicht mehr hinterher kamen. Ein wirklich anstrengender Tag, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht!

Schon nach dieser einen Woche kann ich mit Fug und Recht behaupten: Ein Praktikum im Neanderthal Museum ist wirklich zu empfehlen! Diese vielen neuen Eindrücke lohnen sich gemacht zu werden und ich freue mich schon sehr auf meine zweite Woche, die bestimmt wieder viel zu schnell vorbei gehen wird.

Nadja Kristin Erdinger