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Wir feiern einen neuen Workshop-Rekord

Neuer Rekord! Die Programme zur Humanevolution sind beliebt!

WOW! Das Neanderthal Museum als außerschulischer Lernort wird von immer mehr Schulklassen besucht. Rund 370 Gruppen nahmen diese Saison (von Oktober 2018 bis April 2019) an einer Führung HUMANEVOLUTION und dem Workshop HUMANFOSSILIEN bei uns im Neanderthal Museum teil. Das sind rund 80 Oberstufenkurse mehr, als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahrs. Das ist für uns ein Grund zu feiern und daher wollen wir Euch die beiden Programme einmal näher vorstellen. Wenn ihr auch Interesse an einem Workshop habt, könnt ihr diese hier buchen.

Von 7 Mio. Jahren Menschheitsgeschichte in den Bann gezogen  

Menschheitsentwicklung knackig auf den Punkt gebracht, wissenschaftlich aktuell, anschaulich und mit dem nötigen Spaß an der Sache. Diese Faktoren verkörpern unsere Programme Humanevolution, eine Fachführung, und Humanfossilien, ein anthropologischer Workshop.

Beide Formate sind eng an den Vorgaben des Zentralabiturs orientiert und werden geleitet von Pädagogen*innen, die selbst völlig von dem Thema begeistert sind und aus verschiedenen Fachrichtungen stammen. Sei es die Paläoanthropologie, die Archäologie oder Biologie, wir schöpfen aus langjähriger Erfahrung und einer persönlicher Passion für das Thema Menschheitsentwicklung.

Hier werden wichtige Merkmale eines Schädels erklärt.

In der Fachführung Humanevolution wird dialogisch erarbeitet und diskutiert, woher der Mensch stammt und wie verschiedene Faktoren zu unserer Geschichte beitrugen. Außerdem stellen wir Euch die Methodiken der Wissenschaften vor und diskutieren kritisch mit Euch, wie und woher die Forschung so viel über die Entstehungsgeschichte der Menschheit gelernt hat.

Die Führung bietet Euch nicht nur Raum, um Gelerntes zu wiederholen, sondern auch, um Eurer Wissen zu vertiefen und zu hinterfragen. Darüber hinaus habt Ihr die Chance, unseren Fachfrauen und Fachmännern einmal Löcher in den Bauch zu fragen und neuste Erkenntnisse aus der Paläoanthropologie zu lernen.

Wir erkunden in der Fachführung Humanevolution außerdem Faktoren wie Einfluss von Kultur und wie diese Evolution beeinflusst und beeinflusst hat. Nicht nur lebensechte Rekonstruktionen wichtiger Humanfossilien, sondern auch Objekte, die Euch während der Führung gereicht werden, machen Humanevolution zu einem echten Erlebnis.

Eine Schulklasse beim “Humanfossilien” Workshop.

Der Workshop Humanfossilien besticht durch die einzigartige Abgusssammlung des Hauses, die Ihr in diesem 1,5 stündigen praktischen Kurs untersuchen dürft. Ihr lernt Morphologie als Methodik anschaulich kennen und ordnet Fossilien der richtigen Gattung und Art zu.

Durch die praktische Arbeitsweise erschließt Ihr Euch die Entwicklung der Menschheit und könnt dabei einmal Lucy und Co. ins Gesicht schauen. Selbst Eure Vortragsfähigkeiten werden in diesem Workshop auf die Probe gestellt, Fachbegriffe erklärt und Hintergrundswissen zu den Menschenarten mit eingebunden.  

Immer auf dem aktuellen Stand

Nicht nur unsere Programme werden stetig aktualisiert, sondern jedes Jahr im Herbst (Oktober//November) bringen wir Lehrende mit einer ganztägigen Fortbildung auf den neusten Stand der Humanevolution. Und jedes Jahr gibt es spannende Neuigkeiten zu berichten. Hier haben wir ein paar Highlights der letzten Jahre für Euch zusammengetragen:

…Der Fund des Hobbit oder Homo floresiensis … und die Umstände für deren Entstehung, dessen  Lebensweise und das Aussterben dieser Menschart.

…die DNA-Analyse des Max-Planck-Instituts verbunden mit der Erkenntnis, dass wir uns mal vermischt haben müssen und bis heute Neanderthaler-Gene in uns tragen …

…neue Ergebnisse über Neanderthaler … wie, zum Beispiel, welche Faktoren zu ihrem Aussterben beitrugen, Neues über ihre Lebensweisen und Kultur, Neues aus der Welt der Paläogenetik beispielsweise welchen Einfluss der Anteil Neanderthaler-DNA auf uns hat…

…Denisova – eine dritte „moderne Menschenart“ neben den Neanderthalern und Homo sapiens sapiens …

… neue Denisova-Funde, wie zum Beispiel Funde ihrer Sachkultur, Genfluss zwischen Denisova und Neanderthalern und Homo sapiens sapiens und was bekamen wir von ihnen vererbt…

Außerdem diskutieren wir mit Euch gemeinsam über Methoden der Forschung, nicht nur der Paläogenetik sondern auch die Archäologie, Anthropologie, Computermethoden, Isotopenanalyse und klären außerdem alle anderen Fragen, die Euch unter den Nägeln brennen. Habt Ihr Euch zum Beispiel jemals gefragt: Wie entstehen eigentlich Rekonstruktionen? Warum heißt Lucy eigentlich Lucy? Wann begannen die Menschen zu sprechen? Putzten Neanderthaler sich schon die Zähne? Wir haben die Antworten!

Den Erfolg unserer Programme Humanfossilien und Humanevolution bestätigen uns auch die Schüler*innen, zum Abschluss könnt Ihr lesen, was die Schüler*innen selbst dazu sagen (Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für Eure O-Töne!): 

Schüler*innen/Lehrerin des  Ville Gymnasium, Erftstadt:

“Seit vielen Jahren kommen wir mit den LKs hier hin und sind immer begeistert.”

“Sehr vernetzend und anschaulich. In kurzer Zeit viele wichtige Informationen, die zum kritischen Weiterdenken anregen.”

“War informativ und hat richtig Spaß gemacht!”

“Man hat auf jeden Fall Etwas gelernt!”

Schüler*innen/Lehrerin der IGP (Integrierte Gesamtschule Paffrath), Bergisch Gladbach:

“Super schlüssig erklärt!”

“Man erfährt Etwas über die verschiedenen Blickwinkel der Forschung, zum Beispiel über den Neanderthaler-Fund, dass fand` ich toll!”

“Für unser Abi ist der Workshop super!”

“Dadurch, dass man die Schädel anfassen und untersuchen kann ist das Thema viel anschaulicher anstatt nur auf Bildern.”

“Also, ich komm` jedes Jahr her!”

Das Team des Neanderthal Museums wünscht allen Abiturienten*innen viel Erfolg bei Ihren Prüfungen. Wir freuen uns, euch mal wieder zu sehen und  buchen gerne jetzt schon Ihre Wunschtermine für das nächste Jahr!

Außerdem bieten wir euch im Rahmen des Evolution Festivals vom 22.11. bis 24.11.2019 ein vielfältiges Programm mit Workshops zur Humanevolution, interaktiven Stationen, spannenden Vorträgen von hochrangigen nationalen und internationalen Forscher*innen aus Archäologie, Paläoanthropologie und Biologiedidaktik u.v.m.

#architectureMW – Neanderthal Museum

„Der Mensch ist mehr, als er von sich weiß. Er ist nicht, was er ein für alle Mal ist, sondern er ist der Weg.“ Mit diesen Worten eröffnete der damalige Ministerpräsident Dr.h.c. Johannes Rau am 10. Oktober 1996 – genau einhundertvierzig Jahre nach der Entdeckung der ersten Neanderthaler-Knochen im gleichnamigen Tal – das neue Neanderthal Museum in Mettmann und sprach damit bereits einen Kernaspekt der pädagogischen Gestaltung des Museums an. Im Jahr 2006, auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet und aktualisiert, thematisiert die Dauerausstellung des Museums, wie sich bereits aus dem Namen des Museums erahnen lässt, in seinem Schwerpunkt jedoch vor allem den in der menschlichen Evolutionsgeschichte neben Homo sapiens sapiens existierenden Homo sapiens neanderthalensis.

Zusätzlich vermittelt das Museum jedoch auch andere human-biologische und anthropologische Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte des Menschen. Von den frühesten Anfängen in der Savanne bis zu den hochentwickeltsten Techniken des Jetzt-Menschen wird den Besuchern auf 1.200 m² mithilfe von lebensechten Figuren, die auf Basis von Originalfunden rekonstruiert wurden, multimedialen Inszenierungen, Hörerlebnissen und den klassischen Medien, wie Exponaten und Lesetexten, die Forschungsgeschichte aus Archäologie und Paläoanthropologie näher gebracht. Im Anschluss an die Dauerausstellung, die sich in die fünf Themengebiete „Leben und Überleben“, „Werkzeug und Wissen“, „Mythos und Religion“, „Umwelt und Ernährung“, „Kommunikation und Gesellschaft“ einteilen lässt, ist in dem 250 m² großen Untergeschoss des Gebäudes die ca. drei- bis viermal jährlich wechselnde Sonderausstellung untergebracht. Das Gebäude in Form „eine[r] langsam aus der Erde ansteigende[n] Rampe, die sich über vier Ebenen erstreckt – [deutet bereits auf das] Sinnbild (…) allen Lebens – der spiralförmigen Doppelhelix“, Zeichen für die Evolution und ihre Unendlichkeit.

Ursprünglich war diese, beim ersten Eindruck eher plump wirkende Form, als zweiter Platz des Architekturwettbewerbs tituliert worden, welchen die Stiftung Neanderthal Museum für den Neubau beworben hatte. Der Entwurf von Günter Zamp Kelp, Juluis Krauss und Arno Brandhuber gewinnt jedoch nach einer Überplanung vor dem ursprünglichen Siegerbüro. Der geschlossene Betonkörper, mit einer Fassade aus Japanglas gewann in den Folgejahren zahlreiche Architekturwettbewerbe und begeistert in einer speziellen Architekturführung zahlreiche Besucher.

Neben Dauer- und Sonderausstellung im Museumsgebäude bildet die Museumspädagogik, untergebracht in der ca. 500 m vom Museum entfernt liegenden Steinzeitwerkstatt, einen weiteren Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit. Die parkähnlich gestaltete Fundstelle eröffnete im Jahr 2002 ihre Pforten, nachdem durch Ausgrabungen in den Jahren 1997 und 2000 die ehemalige Topografie des Fundgeländes (Feldhofer Grotte) rekonstruiert werden konnte. Der Kunstweg „Menschenspuren“ sowie das „Eiszeitliche Wildgehege“ ermöglichen es den Besuchern, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums die Spuren der Evolutionsgeschichte im Neandertal zu verfolgen.

 

#architecture MW – Das Neanderthal Museum

Das Neanderthal Museum in Mettmann wurde am 10. Oktober 1996 in dem gleichnamigen Tal bei Mettmann eröffnet und seine Ausstellung 2006 auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet und aktualisiert.

Der architektonische Entwurf stammt von Günter Zamp Kelp, Julius Krauss und Arno Brandlhuber, die bei einem Architekturwettbewerb für die Neugestaltung des Neanderthal Museums den zweiten Platz belegten, mit ihrer langsam aus der Erde ansteigenden Rampe, die sich über vier Ebenen erstreckt und als spiralförmige Doppelhelix als Sinnbild allen Lebens steht, jedoch maßgeblich mehr überzeugten, als der erste Platz des Wettbewerbs.

Die spiralförmige Rampe, Schnittstelle zwischen Architektur und Ausstellung, ist Symbol für die Evolution und ihre Unendlichkeit. Sie führt oben zu einer Glasfront, die den Blick in Richtung Düssel und Fundstelle freigibt und durch ein Café zum Verweilen einlädt.

Neben dem modernen Menschen thematisiert das Museum in seinem Schwerpunkt den Neanderthaler. Zusätzlich jedoch auch humanbiologische und anthropologische Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte des Menschen. Von den frühesten Anfängen in der Savanne bis zu den hochentwickelten Techniken des Jetzt-Menschen wird den Besuchern mithilfe von lebensechten Figuren, die auf Basis von Originalfunden rekonstruiert wurden, multimedialen Inszenierungen, Hörerlebnissen und den klassischen Meiden, wie Exponaten und Lesetexten, die Forschungsgeschichte aus Archäologie und Paläoanthropologie näher gebracht. Im Anschluss an die Dauerausstellung, die sich in die fünf Themengebiete „Leben und Überleben“, „Werkzeug und Wissen“, „Mythos und Religion“, „Umwelt und Ernährung“, „Kommunikation und Gesellschaft“ einteilen lässt, ist in dem Untergeschoss des Gebäudes die ca. drei- bis viermal jährlich wechselnde Sonderausstellung untergebracht.

Neben Dauer- und Sonderausstellung im Museumsgebäude bildet die Museumspädagogik, untergebracht in der ca. 200m vom Museum entfernt liegenden Steinzeitwerkstatt, einen weiteren Schwerpunkt der musealen Vermittlungsarbeit. Die parkähnlich gestaltete Fundstelle eröffnete im Jahr 2002 ihre Pforten, nachdem durch Ausgrabungen in den Jahren 1997 und 2000 die ehemalige Topografie des Fundgeländes (Feldhofer Grotte) rekonstruiert werden konnte. Der Kunstweg „Menschenspuren“ sowie das „Eiszeitliche Wildgehege“ ermöglichen es den Besuchern, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums die Spuren der Evolutionsgeschichte im Neandertal zu verfolgen

Mit ca. 150.00-160.00 Besuchern jährlich und weit über 3.000 Veranstaltungen im Bereich Führungen und Didaktik schafft es das Neanderthal Museum als Stiftung bürgerlichen Rechts mit den Zustiftungen von Kreissparkasse Düsseldorf , Landschaftsverband Rheinland, der Stadt Mettmann und der Stadt Erkrath, sich vor allem aus Eintrittserlösen und eingeworbenen Drittmitteln zu finanzieren.