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Eiszeitkunst im Urwelt Museum

Letzte Woche hat im Urwelt-Museum Oberfranken die neue Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit“ eröffnet. Diese Ausstellung wurde vor 10 Jahren vom Neanderthal Museum konzipiert und von Mai bis Oktober 2004 auch dort gezeigt. Bis heute tourt die Ausstellung durch ganz Deutschland. Das Thema, die hochqualitativen Fotografien Heinrich Wendels der berühmten französischen und spanischen Eiszeitkunst, wirkt als Publikumsmagnet. Sogar das Urwelt Museum in Bayreuth, das sich eigentlich mit der Urwelt, mit Dinosauriern, Ammoniten und Mineralien aus Millionen Jahren Erdgeschichte beschäftigt, konnte diese Ausstellung ihrem Publikum nicht vorenthalten. Auf zwei Etagen zeigen sie die großformatigen Bilder verschiedener Höhlenmalereien und Gravierungen aus der späten Altsteinzeit. Ergänzt werden die Fotografien durch Rekonstruktionen eiszeitlicher Kleinkunst, d.h. Frauen- und Tierfiguren aus Elfenbein, Knochen und Ton und von regionalen Feuersteinwerkzeugen.

Herr Dr. Rabold, der Museumsdirektor, lud mich zum Eröffnungsvortrag ein und ich habe freudig angenommen. Dem sehr interessierten Publikum konnte ich einen kleinen Überblick über die Eiszeitkunst geben und die Bedeutung des Wendel Archivs betonen. Heinrich Wendel war Bühnenbildner und Fotograf und hat in den 60er und 70er Jahren fast alle Höhlen in Südwestfrankreich und Nordspanien bereist, die Kunstwerke aus der Eiszeit fotografiert und somit die bedeutendste Fotografien-Sammlung geschaffen. Ohne seine Arbeit hätten die Archäologen keine so umfangreiche Dokumentation der Malerein und Gravuren dieser Periode.

Bei einem geselligen Beisammensein und in Gegenwart einiger ziemlich großer Dinos im Garten haben sie die Besucher noch angeregt und begeistert über das Thema Eiszeitkunst und ihre Interpretation unterhalten, bei kleinen Häppchen und Getränken und einer Demonstration des Steinzeit-Feuerzeugs. Alles in Allem ein sehr gelungener Abend und ein sehr empfehlenswertes Museum für alle Bayreuth Besucher, die dieses schöne Städtchen mal abseits von Wagner besuchen wollen… Tinka und Götz hatten auf jeden Fall ihren Spaß 😉

Sonnige Grüße

Viviane Bolin

Jane Goodall in Mönchengladbach

Vorgestern Abend waren einige aus dem Team beim Vortrag von Jane Goodall in Mönchengladbach. Wir waren tief beeindruckt von dieser faszinierenden Persönlichkeit. Sie hat, unterstützt durch Szenen aus dem Film „Jane’s Journey“ ihre Lebensgeschichte erzählt. Zunächst ist frau ja einfach nur neidisch auf ein solch erfülltes Leben und mit welch ungeheurer Tatkraft sie sich als junge Frau daran gemacht hat, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Im zweiten Teil des Vortrags ging es um ihre aktuellen Projekte. Dass sie trotz allen Elends, das sie weltweit gesehen hat, die Hoffnung nicht aufgibt und für eine bessere Zukunft auf die Kinder setzt. Deshalb hat sie das Programm „Roots and Shootsins Leben gerufen. Sie war wirklich ermutigend. Also: nicht jammern, sondern Ärmel hoch. Im Anschluss an den Vortrag hat sie noch geduldig hunderte von Büchern signiert.

Hoffnungsvolle Grüße aus dem Neandertal 

Bärbel Auffermann

 

 

SCHULTERBLICK FORSCHUNG – Besuch aus Norditalien

In der vergangenen Woche war Dr. Marco Peresani von der Università di
Ferrara zu Gast im Neandertalk. Einmal im Monat treffen sich hier die
Wissenschaftlerinnen des Neanderthal Museums, um aktuelle Themen der
archäologischen Forschung zu diskutieren. In diesem Forum berichtete Dr.
Peresani über offene Fragen zur Forschung der Steingerätetechnologie in
der Zeit des frühen modernen Menschen. Hier ist Dr. Peresani ein
ausgewiesener Kenner; er leitet die wohl bedeutendste Grabung aus der Zeit
des Neanderthalers und frühen modernen Menschen in Italien (Grotta di
Fumane). Im kommenden Jahr wollen wir in Kooperation mit der Università di
Ferrara einen Workshop durchführen, in dem Aspekte dieser offenen Fragen
erstmals intensiv beleuchtet werden sollen. Hierzu werden international
renommierte Wissenschaftlerinnen eingeladen.

Mit besten Grüßen, Andreas Pastoors